EinloggenEinloggen
3.594 Uhren für "

Breguet

"
Marke
Modell
Preis
Durchmesser
Jahr
Standort
Mehr
Ihre Auswahl

Ihre Auswahl

Ihre Auswahl

Ihre Suche ergab leider keine Treffer
Ihre Auswahl

Ihre Suche ergab leider keine Treffer
Ihre Auswahl

Ihre Suche ergab leider keine Treffer
Allgemeine Angaben
Art der Uhr
Referenz
Mehr...
Neu/Gebraucht
Verfügbarkeit
Geschlecht
Zustand
Mehr...
Lieferumfang
Eigenschaften & Funktionen
Aufzug
Material Gehäuse
Mehr...
Zifferblatt
Mehr...
Glas
Mehr...
Funktionen
Mehr...
Höhe
Mehr...
Material Lünette
Mehr...
Zahlen Zifferblatt
Wasserdicht
Mehr...
Sonstiges
Mehr...
Armband
Material Armband
Mehr...
Stegbreite
Mehr...
Farbe Armband
Mehr...
Material Schließe
Mehr...
Abbrechen

Sortieren nach

Breguet Classique 18k Gelbgold Ref. 5920BA Breguet Classique 18k Gelbgold Ref. 5920BA Sofort verfügbar 7.900  DE 42 2003

Breguet – Uhrmacherkunst seit mehr als 200 Jahren

Die Uhrenmanufaktur Breguet steht für Tradition und zukunftsweisende Technik. Erfindungen wie das Tourbillon oder die „Pare-chute“-Stoßsicherung revolutionierten das Uhrmacherhandwerk. Marie Antoinette und Napoleon gehörten zur exklusiven Kundschaft.

Der 1747 im schweizerischen Neuenburg geborene Uhrmacher Abraham-Louis Breguet war eines der größten Genies der Uhrmacherkunst. Im Jahr 1775 gründete er sein Pariser Atelier, in dem Erfindungen wie die erste Taschenuhr mit automatischem Aufzug oder die sogenannte Marie-Antoinette entstanden. Die Uhr mit der Nr. 160, so die offizielle Bezeichnung der Marie-Antoinette, gehört noch heute zu den kompliziertesten Uhren der Welt. Von einem anonymen Verehrer in Auftrag gegeben, dauerte die Fertigung des Zeitmessers sage und schreibe 44 Jahre. Die französische Königin konnte ihre Uhr also nie bestaunen, denn sie verstarb bereits im Jahre 1793. Nicht nur Marie Antoinette bewunderte Breguets Uhrmacherkünste. Die Pariser Werkstatt belieferte auch Zar Alexander I. von Russland, Napoleon Bonaparte und Sir Winston Churchill mit ihren Meisterwerken mechanischer Zeitmessung. Bis ins Jahr 1870 war die Manufaktur in Familienhand. In jenem Jahr ging die Firma an den Vorarbeiter und Briten Edward Brown über. Nach einigen Inhaber- und Investorenwechseln gehört das Traditionsunternehmen seit 1999 zur Schweizer Swatch Group.
Unter dem Dach des Schweizer Konzerns aus Biel blüht die Marke neu auf. Die Konstrukteure entwerfen aufwendige Armbanduhren mit Doppel-Tourbillon oder nostalgisch-traditionelle Serien, die an die Anfangsjahrzehnte der Manufaktur erinnern. Zu den bekanntesten Modellreihen der Gegenwart gehört die Classique-Kollektion. Diese Uhren knüpfen an die traditionellen Werte der Marke an. Die Serie Reine de Naples richtet sich an Liebhaberinnen klassischer Damenuhren. Diese Kollektion entstand in Anlehnung an die erste Armbanduhr, die Abraham-Louis Breguet im Jahr 1810 für die Schwester Napoleons, Caroline Murat, kreierte. Die Zeitmesser der Serie Marine interpretieren die klassischen Merkmale der Manufaktur auf eine sportlich-moderne Art und Weise. Im ersten Moment erinnern sie an robuste Taucheruhren. Wer jedoch genauer hinsieht, der erkennt edelste Materialien wie Platin, Weiß- oder Roségold in 18 Karat. Im Inneren warten die Armbanduhren mit feinsten Manufakturkalibern und diversen Komplikationen auf.

A.-L. Breguet – Revolutionär und Genie des Uhrmacherhandwerks

Abraham-Louis Breguet revolutionierte mit seinen zukunftsweisenden Kreationen das Uhrmacherhandwerk. Erfindungen wie das Tourbillon werden noch heute genutzt, um die Ganggenauigkeit einer mechanischen Armbanduhr zu erhöhen. Auslöser für diese Innovation war die Tatsache, dass im 18. und 19. Jahrhundert die meisten Herren ihre Taschenuhren senkrecht in ihrer Weste trugen. Das Einwirken der Schwerkraft führte nun zu erheblichen Gangabweichungen. Breguet verbaute im Jahr 1801 sowohl das Schwingsystem als auch die Hemmung in einem Drehgestell. Dieses drehte sich einmal in der Minute um sich selbst. Aufgrund der Rotation glich es die beschleunigenden und bremsenden Momente weitestgehend aus. Noch heute liefern Uhrwerke mit Tourbillon beste Werte bei Chronometer-Tests.
Die sogenannte Breguet-Spirale erhöht seit ihrer Einführung im Jahr 1795 ebenfalls die Ganggenauigkeit eines Uhrwerkes. Im Unterschied zu einer herkömmlichen Unruh-Spirale wird bei dieser Spiralfeder die letzte Windung zweimal knieförmig gebogen. So ragt das Ende der Feder über die sonst flächige Spirale heraus. Durch diesen Kniff kann die Spiral-Feder konzentrisch „atmen“, was letztlich die Ganggenauigkeit erhöht. Bis heute verbaut die Manufaktur aus dem schweizerischen L’Abbaye diese Erfindungen in ihren Kalibern.
Genauso bahnbrechend war die Entwicklung des „Pare-chutes“, das ein Vorläufer der heute üblichen Stoßsicherungen war. Diese Erfindung resultierte aus den zerbrechlichen Unruhzapfen und den empfindlichen Rubinzylindern, die im Falle eines Sturzes meist zerbrachen. Breguet konstruierte ein Federblatt aus Stahl mit freiem Ende, um die Bauteile elastisch zu lagern. Erste Prototypen der „Pare-chute“-Stoßsicherung, was so viel wie „Fallschirm“ bedeutet, präsentierte Breguet im Jahr 1790 während einer Audienz beim damaligen französischen Außenminister Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord. Der Pariser Tüftler ließ vor den Augen der Anwesenden eine Taschenuhr auf den Boden fallen. Als er sie aufhob, tickte sie zum Erstaunen aller munter weiter.

Entwicklungen aus Silizium für das 21. Jahrhundert

Die Innovationskraft der Uhrenmanufaktur aus dem Kanton Waadt hat seit der Jahrtausendwende keineswegs abgenommen. Bis heute warten die Uhrmachermeister von Breguet mit Konstruktionen auf, die die Zukunft der mechanischen Uhrmacherei revolutionieren. Ein Beispiel hierfür ist die Nutzung von Silizium. Die Konstrukteure verwenden das aus der Computer-Technologie bekannte Halbmetall vor allem in den hauseigenen Manufakturkalibern. Die Vorteile des Materials liegen auf der Hand: Es ist nicht nur amagnetisch, sondern besitzt auch eine dreimal geringere Dichte als Stahl oder Messing. So entstehen leichtere Bauteile mit geringeren Trägheitsmomenten. Trotzdem sind die Teile sehr robust, abriebfest und korrosionsbeständig. Interessant sind diese Eigenschaften bei Bauteilen wie dem Hemmungsrad, dem Anker und der Unruhspirale. Breguet präsentierte im Jahr 2006 und nach jahrelanger Entwicklungsarbeit die Modelle Classique 5177, 5197 sowie 5837, die weltweit ersten Uhren mit Silizium-Bauteilen.
Im Chronographen Type XXII 10 Hz bestehen die Unruhspirale, das Hemmungsrad und der Anker ebenfalls aus Silizium. Dieses Modell ist die erste mechanische Stoppuhr von Breguet, die mit 72.000 Halbschwingungen pro Stunde (A/h) tickt. Oftmals schwingt der Taktgeber eines mechanischen Uhrwerkes mit 28.800 A/h, was einer Frequenz von 4 Hz entspricht. Den Konstrukteuren gelang es also, die Frequenz um 150 % zu steigern. Aus dieser Frequenzsteigerung ergeben sich eine höhere Ganggenauigkeit und eine verbesserte Chronographenfunktion. Die kleinen Sprünge des Sekundenstoppzeigers sind so klein, dass sie dem menschlichen Auge als fließende Bewegung erscheinen. Stoppzeiten auf die Zwanzigstelsekunde genau sind somit möglich. Das nicht-magnetische Silizium eröffnet zudem vollkommen neue Möglichkeiten. Den Uhrmachern gelang es erstmals, magnetisch gelagerte Unruhzapfen zu verbauen. Durch die reduzierte Reibung und die stabilere Rotation steigert sich die Ganggenauigkeit nochmals. Zudem benötigen Teile des Kalibers keine Schmierung mehr.

Traditionsbewusste Designs mit modernen Akzenten bei Breguet

Aufgrund seines enormen Erfolges und seiner Popularität hatte A.-L. Breguet mit zahlreichen Nachahmern zu kämpfen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, führte der Uhrmacher bereits im Jahre 1795 die geheime Signatur ein. Diese befindet sich auf dem Zifferblatt und ist beinahe unsichtbar. Es sei denn, das Licht fällt in einem flachen Winkel auf das Zifferblatt. Bis heute steht die Signatur als Garant für Authentizität. Seit mehr als 200 Jahren kreisen die weltbekannten Breguetzeiger über die Zifferblätter der Uhren. Diese sind exzentrisch durchbrochen und erhielten aufgrund der apfelförmigen Kreise auch den Namen „Pomme“-Zeiger. Zu den eleganten und schlichten Zeigern gesellen sich die von A.-L. Breguet entworfenen feinen Breguetziffern in arabischer Schreibweise. Sie schmücken vor allem die Emailzifferblätter der Schweizer Manufaktur.
Beim Zifferblatt hat sich der Uhrmacher-Genius ebenfalls ein unverkennbares Merkmal einfallen lassen. Bereits 1786 erfand Breguet das auf Gold oder Silber guillochierte Zifferblatt, das zu einem der wichtigsten Erkennungszeichen der Marke wurde. Bei der Guillochage glätten, entspiegeln und strukturieren die Uhrmacher die Oberfläche des Zifferblattes per Hand. Verschiedene Motive wie Sonnenstrahlen, Wellen oder Schachbrettmuster verleihen der Uhr ein außergewöhnliches Äußeres. Die für jedes Modell individuell vergebene Fabrikationsnummer unterstreicht die Einmaligkeit einer Breguet. Denn wie die Marie Antoinette, die 1983 auf mysteriöse Art und Weise aus einem Jerusalemer Museum gestohlen wurde, ist jede Uhr dieser Marke ein einzigartiges Kunstwerk. Im Jahr 2007 tauchte die weltbekannte Taschenuhr Nr. 160 aus dunklen Kanälen wieder auf. Hätte der Fund doch nur drei Jahre zuvor stattgefunden. Den Uhrmachern und Konstrukteuren wäre viel Arbeit erspart geblieben, denn sie rekonstruierten die Uhr mit viel Mühe und nur auf Grundlage von Zeichnungen und Archivdokumenten.