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Ulysse Nardin Chronographe Rattrappante BERLIN Ulysse Nardin Chronographe Rattrappante BERLIN 3.550 

Ulysse Nardin – Tradition seit 1846

Ulysse Nardin Marine DiverDie Schweizer Uhrenmanufaktur Ulysse Nardin blickt auf etwa 170 Jahre Geschichte zurück. Der Hersteller von Luxusuhren ist für ungewöhnliche Komplikationen und höchste Präzision bekannt. Das Unternehmen zählt zu den Vorreitern in der Siliziumtechnik.

Ulysse Nardin setzte bereits früh Maßstäbe in der Uhrmacherei. Vor allem Schiffs-Chronometer verhalfen dem Unternehmen zu Ruhm. Bis heute erinnert ein Anker im Firmenlogo an die maritime Herkunft der Manufaktur. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts besteht die Uhren-Familie des Herstellers aus vier Kollektionen: Marine, Functional, Exceptional und Classical. Wie der Name bereits andeutet, hält die Marine-Serie Taucheruhren wie die Marine Diver bereit. Aber auch das Modell Marine Chronometer befindet sich in dieser Reihe. Die Armbanduhr ist eine Reminiszenz an die Schiffs-Uhren vergangener Tage. Praktische Uhren mit einem ewigen Kalender, Chronographen- oder GMT-Funktion gibt es in der Functional-Kollektion. Die Uhr Freak aus der Exceptional-Serie erregte im Jahr 2001 viel Aufsehen.

Die Freak ist eine der ersten Uhren mit Siliziumbauteilen. Silizium gilt in der Uhrmacherei als Werkstoff der Zukunft. Ulysse Nardin gehört zu den Pionieren unter den Uhrenherstellern, die sich mit der Silizium-Technologie beschäftigen. In ihrem Design ist dieser Zeitmesser ebenfalls revolutionär, denn sie verzichtet auf Zifferblatt, Krone und Zeiger. Der Aufzug erfolgt über den Gehäuseboden, das Einstellen der Uhrzeit über die Lünette und die Anzeige der Zeit übernimmt das Uhrwerk selbst. Modelle mit skelettiertem Zifferblatt erinnern an Uhren von Vacheron Constantin. In der Classical-Linie bietet die Manufaktur klassische Armbanduhren aus Gold und mit einem Armband aus Alligatorleder. Mit dem Pinsel und per Hand bemalte Email-Zifferblätter verleihen zahlreichen Modellen ein künstlerisches Aussehen und steigern deren Wert.

Ulysse Nardin im Guinness-Buch der Rekorde

Mit der sogenannten „Trilogy of Time“ („Trilogie der Zeit“) schaffte es Ulysse Nardin bis ins Guinness-Buch der Rekorde. Zu den drei Uhren gehören die Astrolabium von 1985, die Planetarium von 1988 und die Tellurium von 1992. Als das Universalgenie Ludwig Oechslin zu Beginn der 1980er-Jahre die ersten Berechnungen für die komplizierten Uhrwerke durchführte, nutzte er dafür lediglich einen Taschenrechner von Texas Instruments. Oechslin berechnet die Astrolabium so genau, dass ihre Abweichung nur einen Tag in 144.000 Jahren betrug. Diese Leistung war ein Eintrag im bekannten Buch der Rekorde wert. Die hochkomplizierte Armbanduhr zeigte nicht nur die Position von Sonne, Mond und Sternen an. Sie informierte auch über Dämmerungs- und Mondphasen sowie über den Auf- und Untergang von Sonne und Mond.

Die Planetarium war nicht weniger komplex. Neben der Uhrzeit zeigte sie die Positionen der fünf Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn in Relation zu Erde und Sonne an. Die Tellurium teilte ihrem Träger die Phasen von Sonnenauf- und untergang sowie von Mond- und Sonnenfinsternissen mit. Doch damit nicht genug: Die Armbanduhr visualisierte die Drehung der Erde vom Nordpol aus betrachtet. Eine flexible Feder verlief in einem Bogen über die Darstellung des Globus und veranschaulichte den Zeitverlauf vom Wendekreis des Krebses bis zum Wendekreis des Steinbocks. Außerdem zeigte die Uhr an, welcher Erdteil gerade von der Sonne beschienen wird.

Die Uhren-Troika war die Renaissance für Ulysse Nardin, denn die Quarzkrise hatte das Traditionsunternehmen hart getroffen. 1983 stand man deshalb in Le Locle kurz vor dem Aus. Der Unternehmer Rolf Schnyder, Musiker Dieter Meierl von der Schweizer Band Yello und dessen Bruder Balthasar Meier investierten in Ulysse Nardin und verhalfen der Firma so zu neuer Liquidität.

1846: der Beginn einer unvergleichbaren Geschichte

Ulysse Nardin Dual TimeIm Alter von nur 23 Jahren gründete Ulysse Nardin im Jahre 1846 die gleichnamigen Uhrenfabrik in Le Locle. Ulysse ging bei seinem Vater, Léonard-Frédéric Nardin, in die Lehre und war damit der zweite Uhrmacher in der Familie. Das väterliche Know-how reichte dem jungen Ulysse nicht. Deshalb zog er weiter und lernte bei William DuBois, einem Experten für Präzisions-Zeitmesser. Im Jahr 1876 verstarb Ulysse im Alter von 53 Jahren. Der Sohn Paul-David Nardin trat in die Fußstapfen seines Vaters und führte das Unternehmen weiter. Die eidgenössische Regierung trat in der Folgezeit an Nardin heran und bat ihn, für die Weltausstellung des Jahres 1893 eine außergewöhnliche Taschenuhr beizusteuern. Zusammen mit C. H. Jacot entwarf man eine 115 mm x 90 mm große Taschenuhr, die ein reich dekoriertes und aufwendig verziertes Gehäuse aus Rotgold und Silber besaß. Allein die Schale der Uhr wog 463 g. Der Skulpteur benötigte für die Vollendung mehr als 1.200 Arbeitsstunden. Ursprünglich war die Taschenuhr mit einem Chronometerwerk bestückt. Auf Wunsch des späteren Eigentümers tickte ab 1906 ein Chronographenkaliber mit Minutenrepetition in der opulenten Schale. Die Prachtuhr blieb mehr als 100 Jahre lang verschollen, bis sie 1996 und im Jahr des 150-jährigen Firmenjubiläums wieder auftauchte. Der damalige Mehrheitseigentümer Rolf Schnyder ersteigerte den Taschen-Zeitmesser bei Antiquorum für 87.301 Dollar.

Silizium und Diamanten für die Kaliber

Schon 2001 zog die Freak die Blicke des Fachpublikums auf sich. Das lag unter anderem an ihrem extravaganten Äußeren, aber auch an ihren Bauteilen aus Silizium. Die Vorteile von Silizium sind: Es ist amagnetisch, die Hemmung kommt ohne Schmiermittel aus und das Material ist sehr viel leichter als zum Beispiel Stahl. Durch diese Eigenschaften werden Baugruppen wie Schwing- und Hemmsystem unempfindlich gegen Magnetfelder und sie benötigen kaum noch Wartung.

Ulysse Nardin Maxi Marine DiverMit der Marine Chronometer setzte Ulysse Nardin noch einen drauf: diamantbeschichtete Siliziumhemmungen im Kaliber UN-118 waren 2012 ein Novum. Die Firma Sigatec stellt diese Teile her und gehört seit 2006 zu Ulysse Nardin. Damit gehört die Uhrenmanufaktur zu einem der wenigen Hersteller, der seine Silizium-Komponenten selbständig fertigen kann.

Für die zukunftsweisende Entwicklung zeichnen zwei Männer verantwortlich: Ludwig Oechslin und Pierre Gygax, technischer Leiter bei Ulysse Nardin. Gygax nahm im April 2000 Kontakt mit dem Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik (CSEM) in Neuchâtel auf, das unter anderem für die Luft- und Raumfahrtindustrie arbeitet. Bereits im September des gleichen Jahres lieferte das CSEM die ersten Siliziumbauteile an Gygax‘ Abteilung. Die Silizium-Bauteile werden mittels Tiefätzverfahren hergestellt. Dieses ist im Vergleich zu herkömmlichen Fertigungsmethoden präziser und ermöglicht komplexere Formen.

Je härter und glatter die Oberfläche einer Hemmung ist, umso besser ist das Gangverhalten der Uhr. Diamant wäre also der perfekte Rohstoff für diese Baugruppe. Natürliche Diamanten sind außerordentlich teuer und aufgrund ihrer Kristallstruktur nur schwer zu bearbeiten. Die Alternative sind synthetische Diamanten. Zu Beginn des Jahres 2002 wandte sich Ulysse Nardin an die noch junge Gesellschaft für Diamantprodukte GmbH (GFD) in Ulm. Das Unternehmen ist auf die Herstellung von synthetischen Diamanten spezialisiert und nutzt dafür das CVD-Verfahren (chemical vapor deposition), eine Form der chemischen Gasphasenabscheidung. Der Aufbau künstlicher Diamanten erfolgt Schicht für Schicht. Ulysse Nardin GMT PerpetualVerbesserungen des Verfahrens führten zu hauchdünnen Schichten aus nanokristallinem Diamant. Silizium-Bauteile mit einem solchen Überzug weisen die Eigenschaften eines reinen Diamanten auf, sind aber um ein vielfaches günstiger und eignen sich für die Serienproduktion.

Ulysse Nardin – Innovator der Uhrmacherei

Die Uhrenmanufaktur Ulysse Nardin steht seit ihrer Gründung für Innovationskraft, höchste Präzision und aufwendige Uhren-Komplikationen. Die Marinechronometer des Herstellers waren für ihre enorme Ganggenauigkeit bekannt und kamen bei zahlreichen Seefahrernationen zum Einsatz. Komplexe Uhrenkomplikationen in den Modellen Astrolabium, Planetarium und Tellurium verhalfen dem Unternehmen in den 1980er- und 1990er-Jahren zu neuem Ruhm. Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts gehört die Uhrenmarke aus Le Locle zu den Pionieren auf dem Gebiet der Silizium-Technologie. Amagnetische Baugruppen, die keine Schmiermittel mehr benötigen, revolutionieren dank Ulysse Nardin das Uhrmacherhandwerk seitdem.

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