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Jaeger-LeCoultre Atmos Moderne Luigi Colani rhodiniertes Edel... Jaeger-LeCoultre Atmos Moderne Luigi Colani rhodiniertes Edel...
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Schweizer Uhren: Zeitmesser von Weltruf

Uhren aus der Schweiz sind ein Synonym für Präzision und Luxus. Die klangvollsten Namen der Branche kommen – bis auf wenige Ausnahmen – immer noch aus dem Alpenland. Rolex, Omega, IWC oder Breitling stehen für Tradition und höchste Qualität.
 

Wissenswertes über Schweizer Uhren in diesem Artikel

  • Kaufberatung zu Swiss-Made-Uhren
  • Preise zu Uhren aus verschiedenen Segmenten
  • Hersteller, Kollektionen und Modelle
  • Historie der Schweizer Uhrenindustrie

Welche Uhr aus der Schweiz soll ich kaufen?

Wenn Sie eine Schweizer Uhr kaufen möchten, so ist die Auswahl riesig. Die Antwort auf die Frage nach der richtigen Schweizer Uhr lässt sich am besten mit einer Gegenfrage beantworten: Wie viel möchten Sie ausgeben?
 
Eine ungetragene Schweizer Markenuhr mit mechanischem Werk können Sie für um die 1.000 EUR erstehen. Im Einstiegsbereich können Sie sich an Herstellern wie Chronoswiss, Maurice Lacroix, Oris oder Raymond Weil orientieren. Einzelne Modellreihen dieser Hersteller sind allerdings preislich weiter oben angesiedelt. Zum Beispiel kostet der Raymond-Weil-Chronograph Nabucco ungetragen und mit Titangehäuse um die 3.000 EUR. TAG Heuer und Tissot bieten ebenfalls eine große Vielfalt von Uhren unter 5.000 EUR an.
 
Rolex und Omega sind die wohl bekanntesten Vertreter der Schweizer Luxusuhren. Die legendäre Omega Speedmaster Professional ist in etlichen Varianten ebenfalls für weniger als 5.000 EUR zu haben. Der originalgetreue Moonwatch-Chronograph, auffindbar mithilfe der Referenznummer 311.30.42.30.01.005, liegt bei 3.500 EUR. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl. Der Werkstoff hat einen entscheidenden Einfluss auf den Preis. Edelmetall-Gehäuse sind selbstverständlich teurer als jene aus rostfreiem Stahl.
 
Eine Omega-Taucheruhr der Seamaster-Kollektion mit Goldgehäuse kostet um die 15.000 EUR. Die Rolex Submariner ohne Datum und mit Edelstahlgehäuse liegt ungetragen bei etwa 6.500 EUR. Für eine Gelbgold-Submariner sollten Sie 23.000 EUR bereithalten, eine goldene Rolex Daytona wechselt für 25.000 EUR den Besitzer.
 
Die Nautilus von Patek Philippe zählt zu den begehrtesten und teuersten Edelstahl-Sportuhren aus der Schweiz. Ohne Komplikationen ist die Damenversion für etwa 20.000 EUR und die Herren-Nautilus für rund 25.000 EUR zu haben. Mit einem Weißgold- oder Platingehäuse geht ein gewaltiger Preissprung einher, dann sind um die 140.000 EUR für eine Nautilus nicht ungewöhnlich. Die Calatrava von Patek Philippe ist der Inbegriff einer schlicht-eleganten Dresswatch. Sie kostet ungetragen in den beliebtesten Versionen um die 15.000 EUR.
 
Entscheiden Sie sich für Marken wie Breguet oder Blancpain, so sind Preise von mehr als 100.000 EUR keine Seltenheit. Gehäuse aus Edelmetall, ein Besatz des Gehäuses und des Armbandes mit Diamanten sowie aufwendige Komplikationen wie das Tourbillon steigern den Wert einer solchen Uhr immens. Neben den altehrwürdigen Manufakturen stößt auch der Newcomer Hublot mit einigen Modellen in die höchsten Preisregionen vor. Die futuristische MP-05 LaFerrari wechselt in normaler Ausführung für 200.000 EUR den Besitzer, für die Variante mit Saphirglas-Gehäuse werden sogar mehr als 400.000 EUR verlangt.
 

Uhren – wichtig für Schweizer Image und Export

Uhren prägen das Image der Schweiz wie kaum ein anderes Produkt. Sie sind ein noch wichtigerer Botschafter ihres Landes als Banken und Käse. Nur die Schokolade übertrumpft die Zeitmesser als Repräsentant der Schweizer Wirtschaft weltweit, ergab eine Umfrage in 15 Ländern.
 
Rund 30 Millionen Uhren verlassen jährlich die Produktionsstätten des Alpenlandes. Die Vielfalt ist beeindruckend. Von der traditionellen Golduhr mit Komplikationen wie
  • Mondphase
  • Ewiger Kalender
  • Minutenrepition
  • Schleppzeiger-Chronograph
über zweckmäßige Taucher- und Fliegeruhren bis zur Hightech-Smartwatch ist bei den Schweizern alles vertreten. Dabei fungieren die Uhren oft als Statussymbole, abseits ihres eigentlich vorgesehenen Zweckes. Viele Taucheruhren der Serien Seamaster oder Submariner erleben keinen Ausflug in die Unterwasserwelt. Und nur ein kleiner Teil der verkauften Pilotenuhren von IWC oder Breitling wird je in Flugzeugcockpits am Handgelenk getragen. Ihrer Rolle als robuste Gebrauchsuhr oder luxuriöses Lifestyle-Objekt werden sie trotzdem gerecht.
 
Auch erschwingliche Uhren für den Massenmarkt kommen nach wie vor aus der Schweiz. Am bekanntesten ist die Swatch mit einem Quarzwerk und buntem Plastikgehäuse. Von der Swatch gibt es inzwischen sogar eine mechanische Version mit einem einfach aufgebauten Uhrwerk, das aus nur 51 Teilen besteht. Die typische Swatch wirkt billig und wird von manchen Uhrenfans belächelt, doch bestimmte Modelle werden inzwischen als Vintage-Uhren relativ hoch gehandelt. Außerdem hatte die Swatch einen wesentlichen Anteil daran, dass die Schweizer Uhrenindustrie die sogenannte Quarzkrise der 1970er- und 1980er-Jahre überwinden konnte. Die Swatch, bunt und trendy, befreite die Schweizer Uhren vom konservativen, etwas angestaubtem Image und erschloss neue Zielgruppen. Vor allem jüngere Leute fanden Gefallen an ihr.
 
Das Aushängeschild aber sind die Luxusuhren. Sie sorgen dafür, dass die Schweiz das führende Uhrenexportland ist, wenn man nicht die Stückzahlen als Maßstab nimmt. Nur etwa 2 % aller weltweit verkauften Armbanduhren kommen aus der Schweiz, doch beim Wert beträgt der Schweizer Anteil rund 60 Prozent.
 
Viele bekannte Marken mit langer Tradition gehören zur Swatch Group (Marktanteil 18 %) oder zu Luxusgüterkonzernen wie Richemont (Marktanteil 16 %) oder Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH, Marktanteil 5 %). Rolex ist die größte Schweizer Luxusuhren-Manufaktur (Marktanteil 12 %) ohne Bindung an einen Konzern. Die Unabhängigkeit trägt viel zum Nimbus von Rolex bei.
 

Übersicht der wichtigsten Schweizer Luxusuhren-Marken

Hersteller Gründungsjahr Firmensitz Mutterkonzern
Audemars Piguet 1875 Le Brassus unabhängig
Blancpain 1735 Le Brassus Swatch Group
Breguet 1775 L`Abbaye Swatch Group
Breitling 1884 Grenchen unabhängig
Chopard 1860 Genf unabhängig
Hublot 1980 Nyon LVMH
IWC 1868 Schaffhausen Richemont
Jaeger-LeCoultre 1833 Le Sentier Richemont
Longines 1832 Saint-Imier Swatch Group
Omega 1848 Biel Swatch Group
Patek Philippe 1851 Genf unabhängig
Rolex 1905 Genf unabhängig
TAG Heuer 1860 La Chaux-de-Fonds LVMH
Vacheron Constatin 1755 Plan-les-Ouates Richemont
Zenith 1865 Le Locle LVMH

Rolex

Unter den großen Marken ist Rolex die Nummer 1. Das Unternehmen aus Genf besteht seit 1905. Es fertigt einige der berühmtesten Uhrenmodelle der Welt. Zu nennen sind etwa die Submariner und die Daytona, aber auch die Datejust.
 
Die Submariner ist der Inbegriff einer Taucheruhr, die Daytona zählt zu den bekanntesten Chronographen und die Datejust vertritt die elegante Uhrensparte. Als Fliegeruhr bietet Rolex die Air King an, mit zweiter Zeitzone auch die GMT Master II. Durch die Erfindung des Perpetual-Rotors verhalf Rolex in den 1930er-Jahren der Automatikuhr zum Durchbruch. Jährlich setzt der Hersteller mit der fünfzackigen Krone als Markensymbol rund 800.000 Uhren ab. Offiziell nennt Rolex keine Zahlen. Da die Uhren aber von der Schweizer Kontrollstelle für Chronometer (COSC) zertifiziert werden, ist aus den Veröffentlichungen der COSC ersichtlich, wie viele Uhren von Rolex stammen.
 

Omega

Bekanntester Rolex-Träger ist wohl James Bond. Viele seiner Missionen bestand er mit einer Submariner am Handgelenk. Der britische Geheimagent ist aber im Jahr 1995 zum Mitbewerber Omega übergelaufen. Omega gehört zur Swatch Group. Die Marke Omega spielt in der Firmenstrategie eine zentrale Rolle, denn mit ihr will die Swatch Group vor allem Rolex Paroli bieten. Und auch Omega kann mit legendären Uhrenmodellen aufwarten. Die Seamaster ist eine breit aufgestellte Taucheruhren-Kollektion, die seit 1948 gebaut wird. Zu ihren Trägern gehörte auch der französische Meeresforscher Jacques Cousteau. Eine andere Ikone von Omega ist die Speedmaster Professional. Denn die „Speedy“, wie sie von Fans liebevoll genannt wird, war die offizielle NASA-Uhr der Apollo-Missionen und damit 1969 die erste Uhr auf dem Mond. Es gibt die sogenannte Moonwatch heute noch nahezu unverändert in der damaligen Ausführung, aber auch mit einem modernen Co-Axial-Kaliber und in diversen Sondereditionen. Ergänzend steht die Serie De Ville für die klassische Seite von Omega.
 

International Watch Company (IWC)

IWC aus Schaffhausen bietet ebenfalls elegante Schweizer Uhren, allen voran die Portugieser. Noch bekannter ist IWC aber für seine Fliegeruhren. Vor allem die Big Pilot und die Vertreter der Mark-Serie gelten als herausragende Pilotenuhren. Die Mark 11 war jahrzehntelang die offizielle Dienstuhr der Piloten der Royal Air Force.
 

Breitling

Auf dem Gebiet der Luftfahrt findet IWC in Breitling seinen größten Konkurrenten. Die Navitimer von Breitling wird ebenfalls zu den wichtigen Fliegeruhren gezählt. Es gibt sie seit 1952. Ein besonderes Merkmal der Navitimer ist ihre Rechenschieber-Funktion. Zwei gegeneinander verstellbare Skalenringe auf dem Zifferblatt ermöglichen grundlegende Kalkulationen, etwa zur Wegstrecke oder zum Kraftstoffverbrauch. Mit der Superocean-Reihe und einigen Varianten der Avenger bietet Breitling außerdem leistungsfähige Taucheruhren an. Rolex, Omega, IWC und Breitling bleiben einander nur ungern etwas schuldig, daher führt natürlich auch Breitling eine elegant-konservative Produktlinie, nämlich die Transocean. Neben mechanischen Zeitmessern gehören Quarzuhren mit ausgefeilter elektronischer Technik zum Programm, etwa die Emergency mit integriertem Notrufsender.
 

Patek Philippe

Noch eine Sprosse weiter nach oben auf der Luxusuhren-Leiter, und man ist bei Patek Philippe angekommen. Ein Indiz für die Ausnahmestellung dieses Herstellers: Die meisten Gehäuse der Patek-Modelle bestehen aus Massivgold. In der Schweizer Uhrenindustrie insgesamt dominieren hingegen die Stahlgehäuse mit einem Anteil von rund 50 %. Die Edelmetalle, vorwiegend Gold und Platin, haben nur einen Anteil von 2 %. Für Patek Philippe ist die Calatrava-Kollektion eine Art Wahrzeichen der Manufaktur. Sie ist der Inbegriff einer stilvollen Dresswatch. Bei ihrem Erscheinen im Jahr 1932 war ihr Äußeres vom Bauhaus-Design inspiriert. Im Patek-Portfolio nimmt die Nautilus eine Sonderstellung ein. Sie ist eine Sportuhr, hat ein Gehäuse aus Edelstahl und ist wasserdicht bis 120 m (12 bar) – für Patek Philippe alles ungewöhnliche Eigenschaften. Die Manufaktur hat eine lange Tradition. Das unabhängige Familienunternehmen besteht unter diesem Namen seit 1851. Patek Philippe nutzte bis 2009 ausschließlich das Genfer Siegel als Bescheinigung für besondere Schweizer Qualität. Inzwischen hat der Hersteller ein eigenes Siegel mit noch höheren Anforderung geschaffen.
 

Blancpain, Breguet, Jaeger-LeCoultre

Noch länger im Geschäft sind Blancpain und Breguet, die sich heute unter dem Dach der Swatch Group befinden. Abraham-Louis Breguet gründete seine Firma 1775. Zahlreiche wichtige Erfindungen im Uhrmacherhandwerk gehen auf ihn zurück, etwa das Tourbillon. Blancpain existiert sogar schon seit 1735, die bekannteste Modellreihe dieses Herstellers ist die Taucheruhr Fifty Fathoms. Marken wie Patek Philippe, Breguet und Blancpain stehen für die konservativen Werte der Schweizer Uhrenindustrie. Dies trifft auch auf Jaeger-LeCoultre zu. Seit 1833 fertigt diese Firma hochwertige Uhren. Mit der Reverso hat sie eine der bekanntesten viereckigen Uhren im Programm.
 

Hublot

Ganz anders geht Hublot vor. Diesem relativ neuen Hersteller kommt die Rolle des Rebellen zu, und er spielt sie ausgezeichnet. Ein Hublot-Merkmal ist das kantige, ungewöhnliche Bullaugen-Design, das bisweilen die Grenze zum Skurrilen überschreitet. Ablesbarkeit ist für Hublot keine Primärtugend. Stattdessen zeichnet eine Vorliebe für ungewöhnliche Werkstoffe wie Keramik oder Titan diese Marke aus. Mit dem patentierten Material Magic Gold hat Hublot Neuland betreten. Es handelt sich dabei um eine Legierung aus Gold und Keramik, die sich durch besondere Kratzfestigkeit auszeichnet. Magic Gold kommt dem Ideal eines unvergänglichen Gehäusematerials recht nahe. Hublot wurde 1980 gegründet. Im Jahr 2005 präsentierte der Hersteller unter neuer Führung die Modellreihe Big Bang. Es folgte ein steiler Aufstieg, der die Firma aus Genf in die erste Liga der Schweizer Hersteller beförderte. Die etwas gemäßigtere Hublot-Alternative zur Big Bang ist die Classic Fusion.
 

Audemars Piguet

Ganz ohne Vorbilder kommt auch Hublot nicht aus. Audemars Piguet gab 1972 mit seiner Royal Oak und folgend mit der Royal Oak Offshore einige Merkmale vor, die Hublot später übernahm, allen voran die breite Lünette mit von außen sichtbaren Schrauben.
 

TAG Heuer

Ein Schwerpunkt des Schweizer Herstellers TAG Heuer ist seit jeher die Zeitmessung. Schon 1882 ließ man sich den ersten Stoppuhr-Mechanismus patentieren. TAG Heuer hat sich stark dem Rennsport verschrieben, nicht aus Zufall heißt die bekannteste Serie Carrera. Auch die viereckige Monaco ist eine Legende unter den Uhren mit Motorsport-Bezug. Der Schauspieler Steve McQueen trug sie im Film Le Mans.
 

Tissot

Uhren von TAG Heuer finden sich in etwas gemäßigteren Preisregionen. Dies gilt auch für Tissot. Neben klassischen mechanischen Uhren bietet Tissot hochmoderne Quarzuhren an. Die T-Touch Expert Solar zieht ihren Strom aus dem Sonnenlicht. Sie präsentiert sich als Multifunktionsuhr mit Hintergrundbeleuchtung, zwei Zeitzonen, Chronograph, Timer, Wecker, Kompass, Barometerfunktion und diversen anderen Extras. Die Technik ist in einem bis 100 m (10 bar) wasserdichten Titangehäuse untergebracht. Tissot nutzt bei der T-Touch Expert Solar die Gadget-Möglichkeiten, die nur eine elektrisch betriebene Uhr bieten kann. Eine solche Vielzahl von Funktionen ist bei einer mechanischen Uhr nicht zu realisieren, schon gar nicht für weniger als 1.000 EUR.
 
Auch andere Hersteller verbinden Schweizer Qualität mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, etwa Longines, Raymond Weil oder Maurice Lacroix. Sie nutzen häufig Kaliber des weltgrößten Werkeherstellers, der ETA SA Manufacture Horlogère Suisse, die ebenfalls in der Schweiz ansässig ist. Auch der Schweizer Zulieferer Sellita bietet Werke an, die in die Gehäuse bekannter Hersteller eingebaut werden. Nur wenige Manufakturen fertigen ihre eigenen Kaliber, Rolex und Patek Philippe zählen dazu. Bei Zenith findet sich eines der wichtigsten Chronographen-Automatikwerke der Uhrengeschichte. Das schnell schlagende El Primero erregte bereits bei seiner Vorstellung im Jahr 1969 viel Aufsehen. Es liefert bis heute den Namen für die gleichnamige Uhr.
 

Top 10 der Schweizer Luxusuhren-Hersteller nach Produktionszahlen

Hersteller Produzierte Uhren pro Jahr
Rolex 800 000
Omega 700 000
Breitling 170 000
IWC 100 000
Chopard 80 000
Jaeger-LeCoultre 75 000
Patek Philippe 60 000
Hublot 40 000
Audemars Piguet 37 000
Zenith 35 000

Wiederaufstieg nach der Quarzkrise

Die Schweizer Uhrenindustrie hat ihre Anfänge im 18. Jahrhundert. Noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts galt die Schweiz als Billiglohnland, in dem sich kostengünstig Zeitmesser produzieren ließen. IWC mit Wurzeln in den USA setzte anfangs auf dieses Geschäftsmodell.
 
Im 20. Jahrhundert sorgte nach mehreren erfolgreichen Jahrzehnten die sogenannte Quarzkrise in den 1970er- und 1980er-Jahren für einen tiefen Einschnitt. Massentaugliche und billige Quarzuhren aus Fernost brachten die Schweizer Traditionsbetriebe in Bedrängnis. Einige Hersteller verschwanden für immer, viele Arbeitsplätze gingen verloren. Doch überraschend erlebten Schweizer Uhren eine Renaissance, die bis heute anhält. Die Faszination, die von den technischen Meisterwerken ausgeht, begeistert Uhrenliebhaber auf der ganzen Welt. Viele Marken mit langer Geschichte sind jedoch nicht mehr selbständig. Der Anschluss an Großkonzerne wie die Swatch Group, Richemont oder LVMH hat ihr Überleben gesichert.
 
Wettbewerb ist den Schweizern seit 1990 von unerwarteter Seite erwachsen. Das ostdeutsche Städtchen Glashütte lag bis dahin in der DDR und damit hinter dem Eisernen Vorhang. In Glashütte werden seit Mitte des 19. Jahrhunderts Uhren produziert, doch zu DDR-Zeiten war man vom Luxussegment weit entfernt. Inzwischen fertigen Hersteller wie A. Lange & Söhne oder Glashütte Original in dem Ort wieder Uhren auf einem Niveau, das sich mit der Qualität der besten Schweizer Manufakturen messen kann.