10.08.2020
 6 Minuten

7 Uhren für schmale Handgelenke

Von Jenni Elle
7 Uhren für schmale Handgelenke _2_1

7 Uhren für schmale Handgelenke Bild: WatchVice

Vor einigen Jahren ging der Trend noch immer mehr in Richtung größere Uhren und leider hatten Menschen mit weniger großen Handgelenken bei der Uhrenauswahl doch oft eher das Nachsehen. Doch in letzter Zeit sehen wir immer mehr Hersteller, die nicht nur ihre Neuvorstellungen in kleineren Größen präsentieren, sondern auch die Klassiker der Marke in verschiedenen Durchmessern anbieten. Deshalb kommt hier nun die perfekte Übersicht – von sportlich bis elegant – der top sieben Uhren, die vor allem an kleineren Handgelenken absolut fantastisch aussehen!

Bild: WatchVice

Uhr #1 Zenith El Primero 38 mm

Diese Uhr von Zenith ist echte Uhrmacher-Tradition für das Handgelenk! Nicht nur hat das darin schlagende Uhrwerk von Zenith, das „El Primero“, bis ins Jahr 2000 noch die Rolex Daytona mit ihrem Uhrwerk versorgt, sondern auch die Uhr selbst ist ein absoluter Klassiker unter den Chronographen!

Und noch besser: Diese Kult-Uhr gibt es in zwei verschiedenen Größen. Für kleinere Handgelenke eignet sich hier die 38 mm Variante besonders gut. Jeder Uhrenliebhaber erkennt die El Primero dank des markanten Zifferblattdesigns mit den 3 verschiedenfarbigen Totalisatoren sofort, mit dem Unterschied, dass die 38er-Version das Datum nicht auf 6 Uhr, sondern auf 4 Uhr hat.

Praktisch ist auch, dass man diese El Primero mit einer Wasserdichtigkeit von 100 m auch bedenkenlos zum Schwimmen tragen kann. In Kombination mit der Chronographen-Funktion und dem Tagesdatum hat man damit einen echten Allrounder am Arm.

Die El Primero mit dem Manufakturwerk gibt es am Leder- und am Stahlband für Listenpreise ab 7.800 €, gebrauch findet man sie bereits ab ca. 5.000 €.

Bild: WatchVice

Uhr #2: The Tudor Black Bay Fifty-Eight

Knapp zwei Jahre nach der Erstvorstellung ist die Black Bay Fifty-Eight von Tudor schon mitunter eine der gefragtesten Modelle des Herstellers überhaupt. Und auch völlig zurecht, denn die Fifty-Eight scheint zu sein, worauf die Uhrenwelt sehnlichst gewartet hat.

Denn mit Fifty-Eight bekommt man das Beste aus beiden Welten: die extrem hochwertige und solide Verarbeitung von Tudor und das markante Design von Taucheruhren aus den 1960-ern.

Denn das bedeutet, dass die Fifty-Eight vor allem kleiner und schmaler gehalten ist als moderne Taucheruhren. Sie misst 39 mm im Durchmesser, mit einer Höhe von ca. 11 mm und einer Lug-To-Lug Weite von 47 mm.

Lünette und Zifferblatt aus mattschwarzem Aluminium in Kombination mit den rot goldenen Akzenten auf der Lünette und den unverkennbaren Tudor „Snowflake“-Zeigern machen die Fifty-Eight zu einer absolut charakterstarken Uhr, die mit ihrem Manufakturkaliber MT5402 bei keinem Diver-Fan fehlen darf.

Tudor liefert die Uhr entweder am Stahlband, Natostrap oder Lederband aus und startet gebraucht ab einem Preis von ca. 3.500 €.

Übrigens: Seit Juli 2020 gibt es die Black Bay Fifty-Eight auch in blau ohne rosegoldene Akzente! Für alle, die also etwas mehr Farbe wollen, lohnt sich ein Blick auf die Black Bay Fifty-Eight Navy!

Bild: WatchVice

Uhr #3: The Omega Seamaster Aqua Terra 38 mm

Omega bedeutet eine Qualität wie Rolex zum kleineren Preis und vor Allem mit besserer Verfügbarkeit. So ist die Aqua-Terra allgemein als Datejust Alternative bekannt, obwohl sie eine komplett eigenständige Uhr ist.

Diese 38 mm Variante bringt dabei alle Merkmale mit, die man von der Aqua-Terra kennt: Das Teak-Muster auf dem Zifferblatt, das an das Deck von Luxusyachten erinnern soll, das Wellenmuster auf der Rückseite passend zur Omega Seamaster Reihe (der die AquaTerra ja ebenfalls angehört), vor allem aber hat die Aqua Terra das Omega In-House Manufakturkaliber 8800, das nicht nur ultra ganggenau, sondern auch praktisch komplett unempfindlich gegenüber Magnetismus ist. Eine Wasserdichtigkeit von 150 m erlaubt es außerdem auch, die AquaTerra beim Schwimmen anzuziehen.

Das alles bekommt man mit einer praktisch perfekten Verarbeitungsqualität von den einzelnen Details im Zifferblatt über das Gehäuse bis hin zum Armband mit den polierten Mittelgliedern.

Preislich liegt die Aqua Terra in 38 mm gebraucht bei ca. 4.400 €

Bild: WatchVice

Uhr #4: The Rolex Datejust 36 mm

Wo wir schon bei Rolex sind, kommen wir doch gleich zu der Uhr, auf die wir eben angespielt haben, auch weil es eine der traditionsreichsten Uhren aus dem Hause Rolex ist: die Datejust 36.

Was man mit dieser Uhr bekommt, ist nicht nur eine perfekte Verarbeitung des aus 904L Stahl bestehenden Gehäuses und der einzelnen Komponenten wie dem Armband, dem Zifferblatt mit Sunburst Effekt und den Indizes aus perfekt von Hand aufgesetzten Diamanten sowie dem Datum auf 3 Uhr – man bekommt mit ihr vor allem eine Rolex und das damit verbundene Prestige und Image.

Wie in so gut wie jeder Rolex gibt es ein super solides Uhrwerk, das speziell in dieser verbauten Uhr Kaliber 3235, welches komplett von Rolex selbst hergestellt wird und bekannt für Robustheit und Langlebigkeit ist.

Es wird sich vor Allem bei der Rolex Datejust 36 viel darum gestritten, ob sie in der heutigen Zeit für eine Männeruhr nicht zu klein ist. Aber schauen wir uns die Uhr am Handgelenk an, muss man, was die Proportionen angeht, zugeben: Eigentlich passt sie für kleinere Handgelenke wirklich perfekt, wo die 41 mm Variante doch schon fast etwas zu groß wirkt.

Je nach Zifferblatt, Lünette, Armband oder Herstellungsjahr startet die Rolex Datejust bei einem Preis von ca. 7.500 €.

Bild: WatchVice

Uhr #5: NOMOS Tangente Ref. 139 (35 mm)

 

Die Tangente von Nomos ist so ziemlich der Inbegriff von Nomos Bauhaus-Philosophie und war auch Teil der ersten Uhren, die 1990 von der Manufaktur aus dem deutschen Uhren-Mekka Glashütte vorgestellt wurden. Sie eignet sich perfekt für all diejenigen, die viel Wert auf durchdachte Designs ohne viel Aufregung legen.

Das Gehäuse misst 35 mm im Durchmesser mit einer extrem flachen Höhe von nur 6,2 mm. Das klare Zifferblatt wird ergänzt durch eine kleine Sekunde auf 6 Uhr und in Verbindung mit den Kornblumen-blauen Zeigern ergibt sich daraus eine elegante Uhr, die wohl noch in 100 Jahren topaktuell aussehen wird.

Die schmale Lünette und das aufgesetzte Saphirglas runden den Look passend ab.
Angetrieben wird die Tangente von dem Manufakturkaliber „Alpha“, definitiv unüblich aber dafür umso schöner wenn man bedenkt, in welche Preisklasse sich die Tangente befindet.

Denn den deutschen „Dresser“ aus Glashütte gibt es schon ab ca. 1.400 € gebraucht zu kaufen.

Bild: WatchVice

Uhr #6: The IWC Pilot’s Watch Automatic Spitfire 39 mm

Wer auf Fliegeruhren und Tradition steht, der kennt die heute gezeigte IWC Pilot’s Watch Automatic Spitfirevermutlich schon: Sie kommt vom Design her sehr nah an die Mark 11 von IWC heran – das ist die Uhr, die 1948 von IWC für die Royal Air Force hergestellt wurde.

Normalerweise kommen Fliegeruhren in extrem großen Gehäusen, was für viele mit kleineren Handgelenken dann leider oft bedeutet, auf diese spezielle und einzigartige Linie verzichten zu müssen. Nicht aber diese Spitfire.

Mit einem Durchmesser von 39 mm und einer Höhe von 10,6 mm ist sie nicht nur vergleichsweise klein für eine Fliegeruhr, sondern auch flach!

Das Zifferblatt ist schlicht und somit perfekt ablesbar mit einem kleinen Tagesdatum auf 3 Uhr. Die Verarbeitung der einzelnen Komponenten des Zifferblattes fällt dabei auch in starker Vergrößerung durch Perfektion auf und IWC Fans freuen sich über die Zahl 9 auf dem Zifferblatt, die auf den Vorgänger Modellen Mark 16 und Mark 17 gefehlt haben, obwohl man sie auf der originalen Mark 11 finden konnte.

Das NATO Band ist außerdem auf der Innenseite mit Leder ausgekleidet, was für einen besonders hohen Tragekomfort sorgt.

Mit einem Preis ab ca. 4.000 € kann man sich die Pilot’s Watch Automatic Spitfire von IWC ans Handgelenk schnallen.

Bild: WatchVice

Uhr #7: The Rolex Daytona Platinum 40 mm

Die letzte Uhr in dieser Liste ist berühmt und berüchtigt und könnte gut und gerne eine der begehrtesten, wenn nicht sogar die begehrteste Uhr überhaupt sein.

Die Rolex Daytona hat im Jahr 2016 ein Update bekommen, bei dem die Stahllünette durch eine Keramiklünette ersetzt wurde – genau hier profitieren jetzt Leute mit kleinen Handgelenken:

Die Keramiklünette rahmt das Zifferblatt optisch ein und lässt die Uhr somit insgesamt kleiner wirken: Sie sieht nämlich mit ihren 40 mm Durchmesser als einziges Rolex Sport-Stahl-Modell auch an wirklich kleinen Handgelenken super aus.

Die Daytona gilt als die Rennsport-Uhr in der Geschichte mechanischer Zeitmesser und kommt in der aktuellen Variante natürlich mit einem komplett von Rolex entwickelten Uhrwerk. Wie jede Rolex ist sie, was die Verarbeitung und das Design angeht, nahe an der absoluten Perfektion und gleichzeitig das prestigeträchtigste Modell von Rolex.

Diese Variante ist komplett aus Platin gefertigt, was sie nicht nur zur schwersten, sondern mit einem Preis ab ca. 70.000 € auch zur teuersten der heute gezeigten Uhren macht.

Wer das nötige Kleingeld für so eine besondere Uhr mitbringt, hat eines der besten Rolex-Modelle für kleine Handgelenke am Arm, dass gleichzeitig ein echtes (Under-)Statement ist.

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Über den Autor

Jenni Elle

Jenni ist seit Anfang 2020 mit ihrem YouTube-Kanal "Jenni Elle" auch vor der Kamera in der Uhrenwelt unterwegs. Mit ihrem Mann arbeitet sie bereits seit Ende 2018…

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