15.07.2019
 6 Minuten

Über die Mondlandung hinaus: Vier der Omega-Partnerschaften und die dazugehörigen Uhren

Von Balazs Ferenczi
Über die Mondlandung hinaus: Vier der Omega-Partnerschaften und die dazugehörigen Uhren

Über die Mondlandung hinaus: Vier der Omega-Partnerschaften und die dazugehörigen Uhren

In seiner 170-jährigen Firmengeschichte hat Omega einige sehr bedeutende Meilensteine erreicht. Jeder Uhrenfan denkt zuerst an die berühmte Speedmaster, die es bis auf den Mond geschafft hat – eine legendäre Geschichte. Omega steht aber daneben für noch viel mehr. Zum Start unserer Omega Brandweek stellen wir Ihnen vier langjährige Partnerschaften der Marke und die dazugehörigen Uhren vor. Wir beginnen in der Welt des Sports.

Wenn es um Millisekunden geht: Die Olympischen Spiele

Omega-Olympics-Timekeeping-Pyeongchang-2018
Foto: Omega

Bereits seit 1932 ist Omega der offizielle Zeitnehmer der Olympischen Spiele und allen dazugehörigen Veranstaltungen. Für die 10.Sommerspiele in Los Angeles stellte Omega 30 Split-Second-Chronographen, die fast bis auf die Zehntelsekundepräzise waren – zu jener Zeit das Nonplusultra der Uhrentechnologie. Um die Wettkämpfe exakt bewerten zu können, stoppten immer mehrere Wettkampfrichter die Zeit mit einer Omega Taschenuhr. Diese Zeiten wurden addiert und dividiert, um die Durchschnittszeit zu ermitteln.

Chronographen und Uhren haben sich seit jener Zeit natürlich weiter entwickelt. Bis heute hat Omega insgesamt 28 Olympische Spiele ausgestattet und viele historische Momente des Sports begleitet. Die brillante Technologie half dabei, viele knappe Ergebnisse fair zu entscheiden. Im Jahr 2004 äußerte sich der CEO der Swatch-Group, Nick Hayek, über die Bedeutung dieser offiziellen und wichtigen Funktion für Omega. „Unser Engagement für die Olympischen Spiele geht weit über das Sponsoring und Marketing hinaus. Alle Marken der Swatch-Group identifizieren sich mit dem Kern des Olympischen Gedanken, der die Menschlichkeit an allererste Stelle stellt.“

Omega Speedmaster Olympics Special Edition
Omega Speedmaster Olympics Special Edition

Omega widmet jeder Olympiade, bestimmten Jubiläen oder bedeutenden historischen Errungenschaften Special Editions. Jede einzelne davon ist in Design und Verwendungszweck einzigartig. Ein Beispiel hierfür ist die Omega Speedmaster Olympic Edition. Das Grunddesign ist typisch für eine Speedmaster. Das Zifferblatt, die Zeiger und das Gehäuse aber wurden alle mit Details ausgestattet, die zum Thema Olympia passen. Das Zifferblatt ist weiß (in Erinnerung an die erste olympische Omega Taschenuhr, die ein Zifferblatt aus Emaille hatte) und trägt einen Aufdruck in Vintage-Rot mit Markennamen und Omega-Logo. Das Gegengewicht des Sekundenzeigers sind die fünf olympischen Ringe und auf der Gehäuserückseite sind das Logo und die Worte „Official Timekeeper“ zu finden. Insgesamt ist die Speedmaster Olympic Edition eine sehr besondere Uhr – und nicht leicht zu finden.

Auf hoher See: Unterwegs mit Sir Peter Blake

GC32 ALINGHI in Villasimius, Sardegna 21 May, 2019.
Foto: Omega

Neben dem Sponsoring des Volvo Ocean Race, unterstützt Omega das Schweizer Segelteam Alinghi und das Emirates Team New Zealand, das zur königlichen Yacht-Flotte Neuseelands gehört. Der bekannteste Segler, den Omega aber jemals unterstützt hat, ist Sir Peter Blake, einer der Gründer und Teamchefs des legendären neuseeländischen Yacht-Teams. Für die schweizerische Marke und Sir Peter Blake ist die Partnerschaft ein echter Glücksfall gewesen, sie bestand seit 1995.

Das Lebenswerk von Sir Peter Blake hier komplett aufzuführen, würde zu weit führen. Tätig war er als professioneller Segler, Entdecker und Forscher und als UN-Umweltbotschafter. Unermüdlich setzte er sich dafür ein, ein Bewusstsein für den Umweltschutz zu schaffen. Tragischerweise wurde Sir Peter Blake im Alter von nur 53 Jahren erschossen. Er und seine Crew wurden 2001 im Amazonas von Piraten überfallen. Trotz seines viel zu frühen Todes, hinterließ er ein großes Erbe, das bis heute weiterlebt. Seine Erfolge mit dem neuseeländischen Segelteam machten ihn weltberühmt und zu einem Idol für seine Landsleute.

Sir Peter Blake
Foto: Omega

Das Ergebnis von Omegas Zusammenarbeit mit Blake ist die mittlerweile legendäre Seamaster 300M. Als ein moderner Klassiker verbindet diese Seamaster modernes Design mit Vintage-Elementen. Die Lünette, die schwertförmigen Zeiger und große, leuchtende Indexe sind Details, wie sie für eine Seamaster aus den 1960er-Jahren typisch sind. Das Gehäuse, das Heliumauslassventil bei 10 Uhr und das Wellenmuster auf dem Zifferblatt sorgen aber für ein zeitgemäßes und modernes Design der Seamaster 300M. Gut aussehen tut das Modell sowohl am Kautschuk- als auch am Edelstahlarmband. Technisch ist die Uhr die perfekte Wahl für Taucher und Segler. Nicht zufällig wurde Sir Peter Blake Mitte der Neunziger zum „Gesicht“ dieser Uhr. Erstaunlich ist, dass sie auch heute – 20 Jahre nach Veröffentlichung – nach wie vor zeitgemäß aussieht.

Omega Seamaster 41 mm
Omega Seamaster 41 mm

Abheben für den guten Zweck: Die Partnerschaft mit Orbis

Foto: Omega

Für Menschen mit guter Sehkraft ist ein Leben ohne Augenlicht nicht vorstellbar. Die gemeinnützige Organisation Orbis hat es sich zur Aufgabe gemacht, vermeidbare Blindheit weltweit zu bekämpfen. Eines der vielen Projekte ist das Flying Eye Hospital, das um die Welt fliegt, um Ärzte und Pflegepersonal in Entwicklungsländer zu bringen. Dort unterstützen sie die lokalen Ärzte und lehren neue und erfolgreiche medizinische Praktiken. Unterwegs ist das Team in einer McDonnell Douglas DC-10, die wie ein kleines Krankenhaus ausgestattet ist. Omega unterstützt das einzigartige Projekt seit 2011. Die Markenbotschafter Cindy Crawford und Daniel Craig präsentieren Dokumentationen und Kampagnen zu Orbis und sorgen so für Aufmerksamkeit für die gemeinnützige Organisation. Darüber hinaus hat Omega speziell für Orbis drei Uhrenmodelle entwickelt. Von jedem Verkauf fließt ein Teil des Erlöses an die Organisation, um deren wichtiges Engagement mitzufinanzieren.

Ganz egal, welchen Geschmack Sie haben und ob Sie Mann oder Frau sind – in der aktuellen Orbis-Serie von Omega ist für jeden das Passende dabei. Das Herren-Modell hat einen Durchmesser von 39,5 mm, ein dunkelblaues Zifferblatt und ist mit Leder- oder Edelstahlarmband erhältlich. Damen können zwischen einem Co-Axial-Modell mit 32,7 mm Durchmesser und weißem Zifferblatt sowie einer 27,4 mm großen Quarzuhr mit dunkelblauem Zifferblatt wählen. Beide Varianten sind acht Diamanten-Indexen versehen. Das Blau der drei Uhren ist das gleiche, wie das im Orbis-Logo. Eine weitere Anlehnung ist das Teddybären-Muster auf dem Zifferblatt. Omega schenkt den jüngeren Orbis-Patienten Teddys als seelischen Beistand. Der Bär ist auch auf der Gehäuserückseite eingraviert.

Falls Sie sich schon mal auf die Suche nach einem Orbis-Modell gemacht haben sollten, ist Ihnen sehr wahrscheinlich auch die Speedmaster-38-Version mit Chronographenwerk und Co-Axial-Hemmung begegnet. Diese Uhr hat ein dunkelblaues Zifferblatt mit Hilfszifferblättern und weiteren Details in Orbis-Blau. Der Teddybär ist hier etwas subtiler ins Design eingearbeitet – er dient als Gegengewicht für den Chronographenzeiger. Auch hier ist der Teddybär auf der Gehäuserückseite eingraviert.

 

Ein Mann mit einer Mission: James Bond

Foto: Omega

Die vielleicht bekannteste Partnerschaft von Omega – zumindest seit den Mitneunzigern – ist die mit einem fiktiven Charakter. Die Rede ist natürlich von James Bond, Ian Flemmings berühmtem Agent im Auftrag Ihrer Majestät. Vorbild für Bond war Flemmings eigene Persönlichkeit und die Eigenschaften von Freunden und Bekannten, die er während seiner Zeit in der Royal Navy im Zweiten Weltkrieg kennengelernt hatte. James Bond ist ein gebildeter und gut aussehender Mann mit geheimnisvoller Vergangenheit. Er ist stets perfekt gekleidet, ist eloquent und charmant. Angst hat er vor nichts und niemandem, wenn es um die Erledigung eines Auftrags geht. Seit Goldeneye(1995) trägt 007 Uhren von Omega. Kostümdesignerin Lindy Hemming entschied damals, dass die Seamaster die Uhr ist, die am besten zu Bond passt. Zu seiner Kollektion gehören die Seamaster Diver 300M, die Aqua Terra und die Planet Ocean. Jede der Uhren trägt James Bond mit Klasse und Stil – egal wie lebensgefährlich seine Mission auch sein mag.

Omega Seamaster Professional 300M
Omega Seamaster Professional 300M

Die erste James-Bond-Omega (getragen von Pierce Brosnan) war eine schöne quarzgetriebene Seamaster 300M mit blauer Lünette. Seit Der Morgen stirbt nie(1997) trug 007 dann das gleiche Modell – aber mit mechanischem Werk. Beide Versionen haben einen Durchmesser von 41 mm und eine blaue Lünette, skelettierte schwertförmige Zeiger und ein dunkelblaues Zifferblatt mit Wellenmuster. Manche bevorzugen den Komfort eines Quarzwerks, während andere die Komplexität von mechanischen Werken lieben. Wie auch immer es bei Ihnen ist, beide Ausführungen sind fantastische Uhren und eine Bereicherung für jede Sammlung.

 

Abschließende Gedanken

Die meisten Partnerschaften von Unternehmen und Marken oder Persönlichkeiten dauern nur ein paar Jahre, bevor sie langsam zu Ende gehen. Bei Omega ist das anders, der Hersteller pflegt seine Kooperationen zum Teil seit mehreren Jahrzehnten. Das liegt zum größten Teil daran, dass sich Omega Zeit nimmt und eine Partnerschaft sorgfältig auswählt. Die Werte des Gegenübers sollten die gleichen sein. Auch der gegenseitige Respekt für die Arbeit des Anderen ist von großer Wichtigkeit. Neben der Zusammenarbeit mit bekannten Personen aus der Unterhaltungsbranche, finden sich auch Partner, die nicht von kommerziellem Nutzen für die Marke sind – die sich aber durch ein großes und selbstloses Engagement im sozialen Bereich auszeichnen. Fest steht: Omega ist weit mehr als die Marke, die die erste Uhr zum Mond geschickt hat.

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Über den Autor

Balazs Ferenczi

Ich interessiere mich schon so lange ich denken kann für Uhren. Eine schöne Uhr sollte meiner Meinung nach der einzige Schmuck sein, den ein Mann trägt. Die Wahl …

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