03.01.2019
 4 Minuten

Worauf freut Ihr euch dieses Jahr am meisten?

Von Chrono24
Worauf freut Ihr euch dieses Jahr am meisten?

Worauf freut Ihr euch dieses Jahr am meisten?

Pascal Gehrlein

Pascal Gehrlein Wristshot
Pascal Gehrlein Wristshot

In meinem ersten Jahr als Redakteur für das Chrono24 Magazin, freue ich mich am meisten auf die Messesaison 2019, die mit der SIHH und der Baselworld startet. Seit meinem Beginn bei Chrono24 sind es genau diese Art von Veranstaltungen auf die ich mich am meisten freue. Man trifft die Entscheider der Industrie und sieht die Neuheiten als Erster. Außerdem ist es kein Geheimnis, dass ich ein leidenschaftlicher Sammler von Wristshots bin – es gibt einige die mir noch fehlen, die möchte ich im kommenden Jahr unbedingt haben: eine Patek 5270 oder eine Royal Oak Ewiger Kalender wären schon schön – ob nun an meinem Handgelenk oder an Ihrem! Privat plane ich in 2019 eine Reise an die Algarve und vielleicht geht es nach Dubai. Das neue Jahr kann jedenfalls beginnen, ich bin schon sehr gespannt!

Balazs Ferenci

Balasz Ferenci Wristshot
Balasz Ferenci Wristshot

Ich bin mir sicher: das Uhrenjahr 2019 wird mindestens genau so spannend, wie es 2018 war. Im Januar geht es los mit der SIHH. Einige Marken werden dort das letzte Mal vertreten sein. Einen Monat später folgt dann schon die Baselworld. Auch dort wird sich einiges ändern, nachdem die Swatch-Group angekündigt hat, nicht mehr dabei zu sein. Die Hersteller haben für sich erkannt und entschieden, dass es weniger um die ganz großen Messen geht, um Kunden für sich zu begeistern. Flagshipstores werden wichtiger, um Marken erlebbar und attraktiv zu machen. Ich bin gespannt, ob sich der Trend fortsetzt, legendäre Vintage-Modelle in Neuauflagen auf den Markt zu bringen. Die letzten Jahre haben uns außerdem viele bekannte Uhren in neuen Farbvariationen beschert. Ich persönlich habe von diesem Trend nie viel gehalten und hoffe, dass er sich nicht weiter fortsetzt. Ich würde mich über mehr wirklich Neues und Innovatives in 2019 freuen.

Bert Buijsrogge

Bert Buijsrogge Wristhot
Bert Buijsrogge Wristhot

Das neue Jahr ist da. Zeit sich darüber Gedanken zu machen, was man sich von 2019 erhofft. Ich persönlich fände es schön, wenn man für das Geld was Uhren kosten, wieder mehr tatsächlichen Wert erhielte. Die Preise sind in der letzten Zeit doch sehr erheblich gestiegen. Für Einsteiger gibt es kaum erschwingliche Angebote. Erfreulich ist der Trend zu aufwändig entwickelten Manufakturkalibern, die einen echten Mehrwert darstellen. Modifizierte Standardwerke sollten auch im Segment der „günstigen“ Uhren mehr und mehr der Vergangenheit angehören.

Ich würde mich außerdem über mehr schmale Uhren freuen. Das Jahr 2018 ließ zumindest einen kleinen Trend in diese Richtung erkennen. Ein sehr gelungenes Beispiel ist hier die schmalere, kleinere Tudor Black Bay. Eine wirklich schöne Uhr (auch wenn eine komplette Snowflake Version wünschenswert gewesen wäre). Hoffen wir also, dass es mit Uhren in diesem Stil in 2019 noch weiter geht. Zu erwarten sind in 2019 mehr Farben. Nach Grün und Blau werde hier bestimmt weitere Farben im neuen Jahr dazu kommen.

Jorg Weppelink

Jorg Weppelink Wristshot
Jorg Weppelink Wristshot

Ich bin sehr gespannt, ob es die großen Hersteller schaffen, die Kunden mit neuen Uhren zu begeistern. Werden neue und inspirierende Designs und technische Errungenschaften den Markt bestimmen? Und mit neu meine ich wirklich neu. Keine Sonderauflagen bereits bekannter Modelle, keine Fortsetzungen bereits erfolgreicher Serien, keine modifizierten Klassiker im Retro-Look. Sondern Uhren die für ein neues Denken stehen. Uhren, die für eine Vision stehen und den Aufbruch einer Marke in Richtung Zukunft. Die Relevanz eines Herstellers misst sich meiner Meinung nach nicht in der Entwicklung einer weiteren limitierten Sonderauflage. Es geht nicht um das Wiederauflebenlassen von Modellen, die bereits Kultstatus erlangt haben. Relevanz bedeutet für mich, voran zu gehen, innovativ zu sein und fortschrittlich.

Aber, ist es realistisch, das zu erwarten? Möglich ist es, es gibt Beispiele dafür. Unabhängige Marken wie MB&F, HYT, Urwerk und Ressence haben bewiesen, dass jede Uhr, die sie herstellen, eine wirkliche Besonderheit ist. Oder auch die Vorstellung der Bulgari Octo Finissimo, um ein Beispiel eines großen Herstellers zu nennen. Das Design hat für einiges Aufsehen gesorgt, ebenso wie die technische Brillanz der Uhr, deren Features neue Rekorde aufgestellt haben. Für mich ganz klar ein Beispiel dafür, wie sich Marken wirkliche Relevanz erarbeiten. Ich zumindest hoffe sehr, dass sich 2019 noch mehr Marken auf einen ähnlichen Weg machen.

Daniel Feld

Daniel Feld Wristshot
Daniel Feld Wristshot

Den Auftakt zum Uhren-Jahr machen traditionell die beiden Events SIHH und Baselworld. Unabhängig von den aktuellen Änderungen im Kreis der Aussteller werden hier die Trends für 2019 gesetzt. Obwohl ich selbst ein großer Fan der Retro-Modelle mittlerweile fast aller Hersteller bin, frage ich mich wie lange dieser Zug noch weiterfahren wird. Eigentlich habe ich nichts dagegen: die Kombination aus Heritage-Design und moderner Technik ist ganz nach meinem Geschmack: 50er-Jahre Diver-Look, Faux Patina aber ein Saphirglas, ein modernes Werk und kein Stretch? Genau mein Ding!

Dennoch lebt der Wettbewerb auch von der Vielfalt, weshalb ich mich auch über neue Impulse freuen würde: Was macht Tudor als Nächstes mit dem kleineren Kaliber? Werden auch die 70er- und 80er Jahre wiederentdeckt werden? Wie gestaltet Omega das Jubiläumsjahr der Mondlandung?

Persönlich bin ich sehr darauf gespannt, ob ich bei meinem Nachwuchs erste Anzeichen für die Vererbung des Uhren-Gens entdecken werde.

Tim Breining

Tim Breining Wristshot
Tim Breining Wristshot

Welche Ziffernblattfarben 2019 besonders gefragt sind, oder ob der Durchmesser der idealen Herrenuhr nun 38 oder 38,5 mm beträgt, zählt nicht zu den Entwicklungen, die mich umtreiben. Viel interessanter ist für mich der fortlaufende Trend zu „Manufakturwerken“, die selbst erschwinglichen Marken ein technisches Alleinstellungsmerkmal verschaffen. Zugegeben, Worte wie „Manufaktur“ oder „in-house“ werden seit Jahren überstrapaziert. Über Definition und Auslegung lässt sich streiten.

Darf ein Werk, das ein Zulieferer exklusiv für eine Marke produziert, sich als Manufakturwerk bezeichnen? Auch wenn diese und viele andere Fragen berechtigt sind, überwiegt für mich jedoch die erfreuliche Tatsache, dass eine Werkevielfalt Einzug hält, wie sie noch vor einigen Jahren nicht denkbar gewesen wäre. Die seit Jahrzehnten erprobten Werke der großen Zulieferer mögen in Sachen Zuverlässigkeit und Preis unschlagbar sein, stillen die Neugier nach technischer Innovation und Vielfalt aber nur bedingt.

Kunden sind zunehmend besser informiert und verlangen von den Herstellern auch technische Kompetenz abseits von reinen Werbefloskeln. Es bleibt nur abzuwarten, wie die Hersteller dieser Nachfrage 2019 begegnen.

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