12.11.2021
 8 Minuten

Die Rolex Yacht-Master II: außen exzentrisch, innen komplex

Von Tim Breining
Rolex-Yacht-MasterII-Magazin-2-1

Mit der Yacht-Master II brachte Rolex 2010 eines der umstrittensten Modelle der jüngeren Markengeschichte heraus. Während die bereits in den Neunzigern erschienene Yacht-Master effektiv eine luxuriösere Variante des Topsellers Submariner mit etwas weniger Tool-Charakter darstellte, schlug Rolex mit der Yacht-Master II ganz andere Töne an: Ein 44 mm-Monstrum in Gelbgold, mit weiß-blauem Zifferblatt, blauer Lünette und einer, gelinde gesagt, gewissen Präsenz am Handgelenk.  

Für Kritiker zielt die Yacht-Master II mit ihrem lauten Design auf Neureiche und Angeber ab. Sie sei eher eine Uhr für Leute in Bootsschuhen und Poloshirts, deren Prints irgendwas von „Yachting Club since 19xx“ erzählen, während von der eigentlichen Yacht jede Spur fehlt. Soweit die üblichen, polemischen Forenbeiträge zu diesem Modell. 

Obwohl ich mich selbst nicht zu den Rolex-Fanboys zähle und mich mit der Ästhetik der Yacht-Master II schwertue, muss ich den allzu kritischen Stimmen widersprechen, die die Yacht-Master II aufgrund ihres protzigen Äußeren keines Blickes würdigen. Denn wer dies tut, verpasst eine der (heute recht raren) Komplikationen von Rolex, und ich rede nicht von GMT- oder Datumsanzeigen. Neben der heiß begehrten Daytona und der edlen Sky-Dweller ist die Yacht-Master II nämlich das dritte und letzte Rolex-Modell der Neuzeit, das mit einer ernsthaft komplizierten Funktion aufwarten kann. Noch dazu handelt es sich um eine seltene und in dieser Bauform sicherlich einzigartige Komplikation, die Rolex als Regatta-Chronograph oder „Chronograph mit mechanischem Speicher“ bezeichnet. 

Der direkte Bezug zum exklusiven Segelsport im Marketing trug, neben dem Look, zweifelsohne seinen Teil zur kontroversen Wahrnehmung der Uhr bei. Mich persönlich stört die Alltagstauglichkeit beziehungsweise Praktikabilität einer mechanischen Komplikation wenig, solange die konstruktive Lösung anspruchsvoll und clever ist. Und sind wir ehrlich: Wie oft haben wir schon überwiegend sinnlose Mechanismen in Uhren bewundert und ganze Artikel über sie verschlungen? Ich hoffe, Sie nicken mir an dieser Stelle zu, denn der Rest dieses Artikels soll sich gänzlich um das mechanische Herz der Yacht-Master II drehen. 

Die Rolex Yacht-Master II ist in jeglicher Hinsicht ein Unikat innerhalb der Rolex-Kollektion.

Wichtige Fakten zur Rolex Yacht-Master II

Bevor wir uns dem Inneren dieses Zeitmessers widmen, sollten wir das Layout des Zifferblatts und die Bedienung verstehen. 

Betrachten wir zunächst das Zifferblatt. Anders als bei einem konventionellen Chronographen sticht bei der Rolex Yacht-Master II ein Kreisbogen mit im Uhrzeigersinn angeordneten Ziffern von 10 bis 0 ins Auge, der von einem kurzen Zeiger mit dreieckiger Spitze befahren wird. Die Lünette spiegelt dieselbe Zahlenfolge wider, wobei den ausgesparten Teil des Kreisbogens ein Yacht-Master II-Schriftzug ziert. Die abnehmenden Zahlen suggerieren bereits: Hier wird keine Zeit additiv gemessen, sondern eine Art Countdown heruntergezählt.  

Neben zentralen Sekunden-, Minuten- und Stundenzeigern findet sich auf sechs Uhr ein Sekundentotalisator. Hinsichtlich der Bedienung scheint man sich am klassischen Chronographen-Layout mit Drückern auf zwei und vier Uhr begnügt zu haben – doch hier trügt der Schein. Tatsächlich teilt sich die Yacht-Master II mit der Sky-Dweller das sogenannte Ring Command-System, was nichts anderes bedeutet, als dass die Lünette gleichzeitig Bedienelement ist. 

Was zunächst sinnig erscheint, ist nicht ganz ohne Tücken im Hinblick auf Wasserdichtigkeit, gerade dann, wenn wir von einer Uhr sprechen, deren Domizil Boote und das Meer sind. Wie Rolex dies bewerkstelligt, werden wir später aufklären.

Die Lünette der Rolex Yacht Master II ist gleichzeitig Bedienelement der Uhr.
Die Lünette der Rolex Yacht Master II ist gleichzeitig Bedienelement der Uhr.

Wie benutzt man die Rolex Yacht-Master II?

Zunächst stellt man den Countdown auf der Rolex Yacht-Master II gemäß der gewünschten Dauer ein. Hier kommt die Lünette ins Spiel, die man gegen den Uhrzeigersinn dreht, bis sie einrastet. Das passiert, wenn die Zahl 1 der Lünette bei etwa 12 Uhr steht. Nun wird der Drücker bei vier Uhr betätigt, wobei dieser ebenfalls einrastet und vorerst nicht herausspringt. Nach Aufschrauben der Krone kann über diese nun die Dauer des Countdowns in Minuten eingestellt werden, was dank springendem Zeiger komfortabel und präzise funktioniert. Ein Zurückdrehen der Lünette auf die Anfangsposition schließt die Konfiguration mit einem Klicken und Herausspringen des Drückers bei vier Uhr ab. 

Wie von Chronographen gewohnt, startet der Drücker bei zwei Uhr die Stoppuhr (oder hier den Countdown-Mechanismus). Der Zentrale Sekundenzeiger beginnt sich zu bewegen, ebenso der Countdown-Minutenzeiger mit seiner dreieckigen Spitze. Er bewegt sich kontinuierlich und springt nicht, wie man es von zahlreichen Chronographen kennt. Rolex hat sich keineswegs den Aufwand für einen springenden Zähler gespart: Vielmehr lässt sich so die spezielle Flyback-Funktion des Kalibers intuitiver nutzen. Denn anders als bei konventionellen Chronographen, führt ein Betätigen des Drückers bei vier Uhr im laufenden Betrieb nicht zu einer Zurückstellung aller Zeiger auf die initial konfigurierte Countdown-Dauer. Vielmehr springt der Minutenzeiger zur naheliegenderen Minute – vorwärts oder rückwärts. Diese Funktion mag seltsam erscheinen, ist aber eher anwendungsbedingt.  

Im Verlauf des Countdowns zu Beginn einer Regatta werden optische und akustische Signale gegeben, wenn noch x Minuten übrig sind. Dies erlaubt auch ein nachträgliches Synchronisieren der Uhr „on the fly“, falls der Benutzer den Start zu früh oder zu spät ausgelöst hat. Im Patent des Mechanismus wird explizit auf den Regatta-Kontext verwiesen und die Möglichkeit der Synchronisierung nach Abfeuern der zweiten Signalpistole angesprochen, die leichter zu antizipieren ist als die erste. Die Flyback-Funktion ist bei der Yacht-Master II demzufolge eher eine Synchronisierungs-Funktion. Ein „konventioneller“ Reset des Countdowns auf die ursprünglich eingestellte Dauer lässt sich natürlich auch durchführen, und zwar indem man zunächst mit dem oberen Drücker den Countdown anhält und erst dann den unteren Drücker betätigt.  

Das mechanische Herz der Yacht-Master II – Kaliber 4161 

4161 ist die Kaliberbezeichnung des Uhrwerks der Yacht-Master II. Somit zählt es zur Werksfamilie 4100, deren prominentester „Anwendungsfall“ selbstverständlich bei der Daytona zu verorten ist. Zwar ist die Yacht-Master II wie auch die Daytona funktional gesehen ein Chronograph, ihre Mechanik und Konstruktion unterscheidet sich aber in wesentlichen Punkten von einer klassischen Stoppfunktion. 

Dank des 2007 erteilten Patents sind die konstruktiven Prinzipien des Mechanismus öffentlich einsehbar, und anhand der Patentskizzen können die technischen Konzepte hinter den oben beschriebenen Funktionen nachvollzogen werden. Die allgemeine Funktionsweise von Chronographen an dieser Stelle zu beschreiben, würde den Rahmen des Artikels jedoch sprengen. Falls Sie damit noch nicht vertraut sind, finden Sie hier die wichtigsten Informationen zu Chronographen. Einen allgemeinen Überblick über die Rolex-Uhrwerke können Sie sich ebenfalls im Chrono24 Magazin verschaffen. Heute konzentrieren wir uns ganz auf das Werk der Yacht-Master II und finden heraus, was es so besonders macht und von sonstigen Chronographen abhebt. 

Folgende Mechanismen und Funktionen sollten wir deshalb genauer betrachten: 

  1. Die Einbindung der Lünette als Bedienelement 
  2. Die „Programmierung“ des Countdowns, die auch nach Stoppen und Zurücksetzen des Chronographen erhalten bleibt 
  3. Die Flyback- beziehungsweise Synchronisierungsfunktion, die immer zur „näheren“ Minute springt 
      Das Werk 4161 der Rolex Yacht-Master II unterscheidet sich signifikant von anderen Chronographen-Kalibern.
      Das Werk 4161 der Rolex Yacht-Master II unterscheidet sich signifikant von anderen Chronographen-Kalibern.

      Ring Command – die Lünette als Bedienelement der Rolex Yacht-Master II 

      Was die Einbindung der Lünette der Rolex Yacht-Master II anbelangt, stellt sich nicht nur die Frage, wie diese mit dem Inneren des Werks verbunden wird, sondern auch, wie trotz dieses zusätzlichen Eingriffs die Wasserdichtigkeit von 100 m beziehungsweise 10 bar gewährleistet werden kann.  

      Die Patentzeichnung löst dieses Geheimnis auf: In der Drehlünette ist ein gefederter Stift angebracht, der, wenn er in die korrekte Position gedreht wird, in einer Vertiefung des Drückers bei vier Uhr einrastet, sobald dieser betätigt wird. In der Patentschrift wird die Funktion der Lünette als Hilfe zur dauerhaften Betätigung des Drückers angepriesen, den man sonst während des gesamten Konfigurationsvorgangs selbst gedrückt halten müsste. Wie in der Zeichnung aus dem Patent ersichtlich ist, wird zudem kein weiterer Zugang zum Gehäuseinneren geschaffen, wie man initial vermuten könnte. Es findet nur eine Interaktion mit dem Äußeren des Drückers statt, wobei die Dichtfunktion über den Drücker realisiert ist, wie es bei Chronographen allgemein üblich ist. Hinsichtlich der Wasserdichtigkeit muss man sich dank dieser Konstruktion also keine Sorgen machen. 

      Die Rolex Yacht-Master II und ihr mechanisches Gedächtnis 

      Der Schlüssel zur Einstellbarkeit des Countdowns bei der Rolex Yacht-Master II ist die Einbauweise der Herzscheibe des Minutenzählers (9 in der Zeichnung), die in diesem Fall eine unübliche, asymmetrische Form aufweist und daher im Patent als „Flyback-Scheibe“ referenziert wird. Dieses Bauteil kennt man, zumindest in der typischen Herzform, von gängigen Chronographen, und seine markante Form sorgt dafür, dass beim Auftreffen des Rückstellhammers immer dieselbe Position eingenommen wird. Der retrograde Charakter des Minutenzählers – dieser beschreibt ja nur einen Kreisbogenausschnitt und keine ganze Umdrehung – wird durch den gegen die Schneckenscheibe 6‘‘ gefederten Rechen 10 umgesetzt, zu sehen auf der Zeichnung des Countdown-Mechanismus.  

      Zurück zur Herz der Rolex YachtMaster II – beziehungsweise zur Flyback-Scheibe. Sie sitzt nicht fest auf der Welle, sondern ist mit einem Sternrad verbunden. Dieses verfügt über eine definierte Anzahl Zahnzwischenräume und eine Feder, die sicherstellt, dass keine undefinierten Zwischenposition eingenommen werden können. Nun fehlt nur noch eine Möglichkeit, die Position der Herzscheibe relativ zu der des Chronographen-Minutenrads zu verstellen, und schon ist die Position, die der Zähler beim Zurücksetzen einnimmt, variabel. Realisiert wird diese Möglichkeit durch Rotation der Krone, die über das Rad 15 und das beweglich gelagerte Rad 15′ (beides hier nicht abgebildet) in das Rad 9“ eingreift.  

      Im Betrieb des Mechanismus wird das Rad 6, auf dem das Schneckenrad 6‘‘ sitzt über Zwischenräder vom Rad 4 (dieses trägt den Sekundenzähler 4‘) angetrieben, welches wiederum über das Rad 11’ mit der vertikalen Kupplung 12 die ein- und auskuppelbare Verbindung von Uhrwerk zu Countdown-Mechanismus herstellt.  

      Bonvin et al. US2007/091727A1

      Flyback vorwärts oder rückwärts – wie sich die Yacht-Master II synchronisiert

      Die Synchronisierungs-Funktion, die den Minutenzähler zur nächstgelegenen Minute springen lässt, funktioniert wie folgt: Läuft der Countdown-Mechanismus, dann verhindert zunächst die Position des Schaltrads 8 den Betrieb des Rückstellhammers 13, der bei gestopptem Mechanismus eine Rückstellung auf den konfigurierten Countdown-Zeitraum ermöglicht. Damit ist schonmal eine vollständige Rückstellung unterbunden. Über die Rückstellung des Rads 11’ durch den Rückstellhammer 13, der die Herzscheibe 11 trifft, wird über den Sekundenzähler 4‘ und die nachfolgenden Räder 16 und schließlich 7 auch das Rad 6 beeinflusst, welches wie zuvor beschrieben den Minutenzähler über die Schneckenscheibe 6‘‘ und den Rechen 10 steuert, der den Minutenzähler 5‘ kontrolliert.  

      Wir wissen, dass der Minutenzähler immer zur nächstgelegenen Minute springt, wenn man ihn synchronisiert. Irgendwo muss also eine Funktion zwischen Rechts- oder Linksbewegung des Minutenzählers unterscheiden, abhängig von den vergangenen Sekunden beziehungsweise der Position des Sekundenzählers 4‘. Der Schlüssel ist das Zusammenspiel der Sekunden-Herzscheibe 11 mit dem Freilauf 6a, der die Kraftübertragung vom Rad 7 zum Rad 6 nur in einer Drehrichtung zulässt.  

      Betrachten wir nun die zwei möglichen Resultate bei Betätigung des Rückstelldrückers.  

      Zeigt der Sekundenzähler weniger als 30 Sekunden an, so wird der Rückstellhammer 13 die Herzscheibe 11 immer so treffen, dass sich eine Bewegung des Rads 11’ im Uhrzeigersinn ergibt. Beim Rad 7 ergibt sich eine Drehung gegen den Uhrzeigersinn, doch an Rad 6 kommt diese Bewegung nicht an, da der Freilauf 6a in diese Richtung keine Kraft überträgt. Das Rad 6 hat nun einen gewissen Spielraum, sich gegen den Uhrzeigersinn zu bewegen, und Feder 10‘ sorgt dafür, dass der Rechen 10 auf die Schneckenscheibe 6‘‘ drückt. Das Rad 6 gibt um einen gewissen Winkel nach, der Rechen verrückt und der Minutenzähler 5‘ springt gegen den Uhrzeigersinn auf die letzte Minute. 

      Zeigt der Sekundenzähler zwischen 30 Sekunden und 60 Sekunden an, ergibt sich entsprechend eine Bewegung des Rads 11’ gegen den Uhrzeigersinn, was bei Rad 7 eine Drehung im Uhrzeigersinn hervorruft. In diese Richtung kann der Freilauf 6a sehr wohl Kraft auf Rad 6 übertragen. Auf Rad 6 sitzt die Schneckenscheibe 6“, diese bewegt den Rechen 10 und dieser lässt den Minutenzähler 5‘ um einen definierten Winkel im Uhrzeigersinn springen. Der Minutenzähler springt zur nächsten Minute.  

       

      Wie Sie sehen, verbergen sich hinter dem kontroversen äußeren der Yacht-Master II zahlreiche clevere, konstruktive Lösungen, und ich meine, hier muss man Rolex zumindest dafür Respekt zollen, sich an diesen Mechanismus gewagt zu haben. An Verkäufen mangelt es der Marke auch ohne große Komplikationen wahrlich nicht, und gerade deshalb ist es begrüßenswert, dass uns die Genfer Marke zumindest ab und an mit neuen Komplikationen beehrt.  

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      Über den Autor

      Tim Breining

      Etwa 2014, während meines Ingenieurstudiums, begann ich mich für Uhren zu interessieren. Mit der Zeit wurde aus der anfänglichen Neugier eine Leidenschaft. Da …

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