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Uhren2000 GmbH

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Omega Speedmaster Professional Moonwatch

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Die Speedmaster Professional zwischen Himmel und Erde

Sie ist die Uhr, mit der Menschen erstmals den Mond betraten: die Omega Speedmaster Professional. Ihr Ruhm aus den Weltraumflügen verblasst seit Jahrzehnten nicht. Kein anderes Modell im Programm des Schweizer Herstellers wird häufiger nachgefragt.

Technisch gesehen ist die Speedmaster ein Chronograph, also eine Uhr mit Stoppfunktion. Sie hat ein mechanisches Werk und stammt von Omega, einem der Schweizer Top-Hersteller. Doch das ist nicht einmal die halbe Wahrheit über die „Speedy“, wie ihre Fans die Uhr liebevoll nennen. Ihre bemerkenswerte Story beginnt spätestens im Herbst des Jahres 1964, denn damals startete die NASA den Auswahlprozess für Astronauten-Uhren. Während die Behörde die übrige Ausrüstung der Raumfahrer eigens anfertigen ließ, griff sie bei den Uhren auf handelsübliche Zeitmesser zurück. Sie übernahm die Zeitmesser aber nicht ungeprüft, sondern unterzog die eingereichten Exemplare verschiedener Hersteller einem eigenen gründlichen Check. Hohe Temperaturen von +93 Grad Celsius und Kälte von -18 Grad Celsius standen ebenso auf dem Prüfprogramm wie 95 % Luftfeuchtigkeit, heftige Stöße, Unter- und Überdruck oder Vibrationen. Anfang März 1965 entschied sich die Weltraumbehörde für die Omega Speedmaster, denn sie hatte als einzige Uhr im Auswahlverfahren alle Tests bestanden. Kurz darauf, beim Gemini-3-Flug am 23. März 1965, rüstete die NASA ihre Astronauten erstmals offiziell mit der Uhr aus. Rund zwei Monate später trug Edward White eine Speedmaster Professional beim ersten US-Weltraumspaziergang. Die Uhr funktionierte auch unter den ungewöhnlichen Bedingungen des Vakuums.

Privater Erstflug schon 7 Jahre vor der Mondlandung

Nach Erhalt des NASA-Zertifikates versah Omega die Speedmaster mit dem Namenszusatz Professional, rund vier Jahre vor der Mondlandung. Ihre Premiere im All hatte das Modell allerdings schon 1962 erlebt, als der Astronaut Walter Schirra sein privates Speedmaster-Exemplar beim Projekt Mercury-Atlas 8 mit hinaufnahm und die Erde sechsmal umkreiste.
Schon die 1962er-Ausführung war ein Chronograph mit drei Hilfszifferblättern auf den Positionen 3, 6 und 9 Uhr. Für die kleine Sekunde war das 9-Uhr-Hilfszifferblatt zuständig, die beiden anderen dienten dem Ablesen der gestoppten Zeit in Minuten und Stunden. Daran hat sich bis heute ebenso wenig etwas geändert wie am Edelstahl-Gehäuse, dem schwarzen Zifferblatt mit weißen Strich-Markierungen und der Tachymeter-Lünette. Die Stoppuhr-Funktion wird weiterhin über je einen Drücker oberhalb und unterhalb der Krone bedient. Ein langes Textilband ersetzte für die Weltraumflüge das übliche Leder- oder Edelstahl-Armband, um die Uhr auch über dem Raumanzug tragen zu können.
Am 21. Juli 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Doch weil die Borduhr der Landefähre ausgefallen war, ließ er seine Speedmaster als Ersatz zurück und tat den historischen Schritt auf die Mondoberfläche ohne Armbanduhr. Daher verhalf sein Kollege Buzz Aldrin der Speedmaster rund eine Viertelstunde später zu ihrem ersten Einsatz auf dem Erdtrabanten. Aldrins Uhr ist seit 1971 verschollen. Er hatte sie an das National Air and Space Museum in der US-Hauptstadt Washington schicken wollen, doch die Sendung kam nie an. Die Speedmaster der beiden anderen Astronauten von Apollo 11, Neil Armstrong und Mike Collins, sind hingegen dort ausgestellt.

„Houston, We’ve Had a Problem.“

Von Pech verfolgt war im April 1970 die Apollo-13-Mission. Doch für die Speedmaster schlug bei diesem Flug ihre große Stunde, auch wenn diese nur 14 Sekunden dauern sollte. Wegen einer gravierenden technischen Panne – ein Sauerstofftank war explodiert – mussten die Amerikaner die geplante Mondlandung abbrechen. Kommandant Jim Lovell meldete sich bei der Bodenstation mit den inzwischen berühmten Worten „Houston, we’ve had a problem.“ Fortan ging es nur noch um die sichere Rückkehr zur Erde in der beschädigten Kapsel. Dazu mussten die Astronauten ihren Kurs korrigieren und das Triebwerk der Landefähre innerhalb eines Zeitfensters von 14 Sekunden zünden. Astronaut Jack Swigert nutzte hierzu seine Speedmaster. Das entscheidende Manöver gelang. Ansonsten hätte Apollo 13 die Erde um etwa 60.000 km verfehlt und wäre in den Weiten des Alls verschwunden. Die Speedmaster Professional erhielt für ihre Rolle bei der Rettung von Apollo 13 den Silver Snoopy Award, den die NASA als höchste Auszeichnung für Verdienste um die bemannte Raumfahrt vergibt. Die Hollywood-Verfilmung des spannenden Stoffes aus dem Jahr 1995 hat den Ruf der Speedmaster Professional als einer Ausnahme-Uhr noch weiter befördert. Hauptdarsteller Tom Hanks wurde auch nach Abschluss der Dreharbeiten als Träger einer „Speedy“ gesichtet.

Auch das Werk bleibt dicht am Original

Seit den Tagen der Apollo-Missionen ist nicht nur das Äußere, sondern auch das Uhrwerk der Speedmaster nahezu gleich geblieben. Omega verwendet die nahezu baugleichen Kaliber 1861 und 1863, die per Hand aufgezogen werden. Sie verfügen über eine Gangreserve von 48 Stunden und ticken mit 21.600 Halbschwingungen (A/h) pro Stunde. Bis zum Jahr 1968 lag der Wert bei nur 18.000 A/h, dann erfuhr das Speedmaster-Werk seine einzige größere Überarbeitung.
Die 1863-Werke sind im Gegensatz zur 1861-Standardausführung schöner dekoriert. Aus diesem Grund setzt der Hersteller bei den Modellen mit Glasboden das 1863 ein. Beim Uhrglas macht Omega ein Zugeständnis an die Moderne und bietet die Uhr mit kratzfestem Saphirglas an. Die Original-Speedmaster aus den 1960er-Jahren war hingegen mit Kunststoffglas bestückt, das auch heute zum Programm gehört. Bei solchen Varianten der Modellreihe kommt Hesalit zum Einsatz, landläufig auch als Acryl- oder Plexiglas bekannt. Es hat den Vorteil, bei einem Bruch nicht zu splittern – für die NASA-Anforderungen war dies ein wichtiges Kriterium. Hartgesottene „Speedy“-Anhänger bevorzugen deshalb die Hesalit-Ausführung mit der Referenznummer 311.30.42.30.01.005. Irdisch-praktische Erwägungen sprechen dagegen für das Saphirglas und die Referenznummer 311.30.42.30.01.006. Die heutige Ausgabe der Monduhr trägt den Durchmesser ihres Edelstahlgehäuses im Namen, Omega führt sie als Speedmaster Professional 42 mm. Sie widersteht einem Druck von 5 bar (50 m) und ist damit auch zum Schwimmen geeignet. Eine Variante der Speedmaster Professional ist mit einer Mondphase als zusätzlicher Komplikationen ausgestattet. Ihr Gehäuse fällt mit einem Durchmesser von 44,5 mm etwas größer aus.

Ebenfalls im All unterwegs: Breitling und Fortis

Trotz der dominierenden Stellung der Speedmaster Professional ist Omega nicht der einzige Hersteller von Weltall-Zeitmessern. Im Mai 1962 umkreiste der Astronaut Scott Carpenter dreimal die Erde und adelte damit die Breitling Navitimer zum ersten Armbandchronographen im All. Auch die Russen wissen Schweizer Qualität bei ihren Raumflügen zu schätzen. Sie entschieden sich für Fortis und den Official Cosmonauts Chronograph. Die Breitling Navitimer ist eine der bekanntesten Fliegeruhren, Fortis ist in diesem Sektor ebenfalls eine feste Größe. Die Speedmaster hingegen hat ihre Ursprünge nicht in der Luftfahrt, sondern im Rennsport, dies erklärt ihren Namen. Sie erschien 1957 und war konzipiert, um mit ihrer Stoppuhrfunktion vornehmlich Rundenzeiten zu messen. Die Tachymeter-Skala war für das Ermitteln von Geschwindigkeiten auf einer festgelegten Strecke bestimmt.

Mythos und Funktion

Das Ende der Apollo-Mondflüge 1972 bedeutete nicht das Ende der Speedmaster Professional als Astronautenuhr. Auch bei den Flügen des Space Shuttles war sie mit dabei. Wer sich für eine Speedmaster Professional entscheidet, ist sich meistens der besonderen Tradition dieser Uhr bewusst und kauft sie nicht zuletzt deshalb. Mythos und funktionelle Technik verbindet die „Speedy“ wie kein anderer Zeitmesser.

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