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Patek Philippe Nautilus Jumbo Stahl Automatik Armband Stahl... Patek Philippe Nautilus Jumbo Stahl Automatik Armband Stahl... 43.595  DE 187 2003

Patek Philippe: Prestige par excellence

Patek Philippe gilt als Hersteller der erlesensten Uhren überhaupt. Der Genfer Hersteller vereint Luxus, Tradition und höchste Handwerkskunst. Bereits Queen Victoria und ihr Ehemann zählten zum Kundenkreis. Auch preislich rangiert er an der Spitze.

Man kann aus einem Angebot von mehr als 200 unterschiedlichen Modellen wählen. Der Stil der Uhren ist mehrheitlich eher konservativ gehalten. Edelstahl ist bei Patek Philippe durchaus vertreten, doch Weiß-, Gelb- und Roségold spielen als Gehäusematerial eine größere Rolle als bei anderen Herstellern.
Patek Philippe ist eine der wenigen verbliebenen Manufakturen, die keinem größeren Konzern angegliedert sind. Sie befindet sich immer noch in Familienbesitz. Auch aus diesem Grund erfährt der Hersteller besondere Aufmerksamkeit und Wertschätzung, und das nicht nur in Fachkreisen. Fast alle Bauteile der repräsentativen Uhren fertigt Patek Philippe selbst. Daher ist die Firma in vielerlei Hinsicht mit dem Mitbewerber Rolex vergleichbar. Beide gehören zu den angesehensten Luxusmarken weltweit.

Die Krone und die Queen als Schlüssel zum Erfolg

1839 hatte der polnische Uhrmacher und Exilant Antoni Patek (1811–1877) in Genf mit der Produktion von Taschenuhren begonnen und sich dort 1845 mit seinem französischen Kollegen Adrien Philippe (1815–1894) zusammengeschlossen. Schon Philippes Vater war Uhrmacher und hatte sein Wissen an den Sohn weitergegeben. Adrien Philippe bereicherte 1844 die Uhrenwelt um eine Erfindung, die heute selbstverständlich erscheint, nämlich die Krone. Zuvor wurden die Werke meist mit einem Schlüssel aufgezogen, wie es bei vielen Großuhren weiterhin üblich ist. Das Unternehmen besteht unter dem heutigen Namen seit 1851.
Zur 1. Weltausstellung hielten sich die beiden Geschäftspartner 1851 in London auf und konnten bei diesem Anlass die denkbar prominenteste Kundin für sich gewinnen. Queen Victoria erstand zwei Uhren von Antoni Patek und Adrien Philippe: eine für sich und eine für ihren Prinzgemahl Albert. Auch die Königshäuser von Italien und Dänemark gehörten bald zur Klientel. Aus einer Reise in die USA ging ein Auftrag des New Yorker Juweliers Tiffany & Co. über die Lieferung von 130 Uhren hervor. 1902 erhielt Patek Philippe das Patent für den ersten Doppelchronographen, 1925 brachte das Unternehmen die erste Armbanduhr mit Ewigem Kalender heraus.

Je komplizierter, desto besser: Wettstreit zweier Uhrensammler

Nach dreijähriger Entwicklungs- und fünfjähriger Bauzeit folgte 1933 die Henry Graves Supercomplication, ein Einzelstück aus 18-karätigem Gold. Der Banker Henry Graves Jr. hatte sie bestellt, um die aufwendigen Taschenuhren des Autobauers James Ward Packard zu übertrumpfen. Packard besaß ein Dutzend edler Zeitmesser von Patek Philippe, die er im Laufe von 25 Jahren erstanden hatte. Graves und Packard gehörten zu den führenden Uhrensammlern ihrer Zeit und lieferten sich einen Wettstreit, den die Supercomplication beendete. Sie setzt sich aus 920 Einzelteilen zusammen und beeindruckt bis heute mit 24 verschiedenen Funktionen. Zu diesen gehören ein Ewiger-Kalender, ein Westminster-Schlagwerk, die Zeiten des Sonnenauf- und -untergangs sowie ein Abbild des Sternenhimmels über New York aus der Perspektive von Graves Apartment an der Fifth Avenue. Im November 2014 erzielte die Taschenuhr bei einer Auktion den Rekordpreis von 24 Mio. Dollar. Graves hatte einst 60.000 Schweizer Franken gezahlt, als er sie in Auftrag gab, heute wären dies ungefähr 200.000 US-Dollar. Die Supercomplication gilt als die komplizierteste Uhr, die jemals ohne die Hilfe eines Computers gebaut wurde. Im Jahr 1989 feierte Patek Philippe sein 150-jähriges Jubiläum und präsentierte die Calibre 89, die mit 1.728 Einzelteilen die Supercomplication noch übertrifft. Auch abseits solcher Renommierstücke sind die Uhren von Patek Philippe eine exklusive Angelegenheit. Fünfstellige Beträge sind selbst bei gebrauchten älteren Uhren der Normalfall, wenn der Zustand entsprechend gut ist.

Schon 1932 eine Kollektion im Bauhaus-Stil

Zu den Klassikern im Programm zählt die 1932 vorgestellte Calatrava-Kollektion. Die Designer entwarfen sie bereits damals im Bauhausstil, der zu jener Zeit noch neu und revolutionär war. Die Kunstschule steht für die Beschränkung auf das Wesentliche und damit den weitgehenden Verzicht auf schmückende Elemente. Sie prägte das Design des 20. Jahrhunderts entscheidend. Noch reduzierter als die Calatrava-Reihe ist die Ellipse d'Or mit nur zwei Zeigern und einem ultraflachen mechanischen Werk. Rechteckige Gehäuse finden sich bei den Herrenuhren der Gondolo-Reihe, bei den Damenuhren gibt es Gehäuse dieser Form in der Twenty-4-Kollektion.
Eine ganze Reihe von Modellen fasst der Hersteller unter Komplizierte Uhren zusammen. Bei ihnen finden sich Mondphasen, Weltzeit oder eine Gangreserveanzeige. Die Steigerung sind die Grandes Complications. Die Uhren dieser Kategorie sind mit zusätzlichen Extras ausgestattet, etwa Schlagwerk, Tourbillon und Schaltjahrzyklus. Derartige Funktionen in einem mechanischen Werk erfordern Handwerk auf höchstem Niveau, hier zeigen die Uhrmacher von Patek Philippe ihr ganzes Können. Weitere Schweizer Teilnehmer im Komplikationen-Turnier sind Blancpain und Breguet, ebenfalls Hersteller mit langer Tradition.

Am Handgelenk der Beatles und des Dalai Lama

Die Modellreihen Nautilus und Aquanaut können mit einer Wasserdichtigkeit von 120 m aufwarten. Sie sind eher modern gestaltet und heben sich damit von der generellen Linie des Herstellers ein wenig ab. Auch wenn die Nautilus und die Aquanaut überwiegend schlicht gehalten sind, so gibt es doch Ausnahmen, etwa eine Weißgold-Nautilus mit einem Vollbesatz aus rund 1.700 Diamanten. Sie rangiert in der Preislage eines günstigen Rolls-Royce.
Nicht nur Queen Victoria wusste Patek Philippe zu schätzen. Auch zwei prominente Untertanen ihrer Nachfolgerin haben ein Faible für diese Uhren: Paul McCartney und Ringo Starr von den Beatles lassen sich die Zeit von einer Aquanaut anzeigen, obwohl für die Erfinder des Yellow Submarine die Submariner von Rolex naheliegend wäre. Der Dalai Lama besitzt einen Patek-Philippe-Chronographen, den ihm US-Präsident Kennedy geschenkt hat. Schauspieler Brad Pitt trägt eine Nautilus.

Silizium in Manufakturkalibern

Zwar findet man auch einige Uhren mit Quarzwerk, doch eigentlich verbindet man mit Patek Philippe die mechanischen Werke aus eigenem Hause. Die Manufakturkaliber enthalten einige Besonderheiten. Unter der Bezeichnung Gyromax ließ sich das Unternehmen im Jahr 1949 ein Unruhrad patentieren, das bis heute eingesetzt wird. Es besitzt zur Regulierung keine Schrauben, sondern mehrere winzige Stellringe. Das Unruhrad verfügt damit über ein größeres Trägheitsmoment. Diese physikalische Eigenschaft geht mit mehr Präzision einher. Seit 2005 nutzt Patek Philippe für Teile der Hemmung das Material Silinvar. Es basiert auf Silizium, ist amagnetisch und extrem hart. Aus der Härte resultiert eine so geringe Reibung, dass eine Schmierung nicht nötig ist. Im Jahr 2006 ließ der Hersteller die erste Unruh-Spirale aus dem High-Tech-Werkstoff folgen. 2009 führte Patek Philippe sein eigenes Gütesiegel ein, das bei der Qualitätsprüfung weltweit die höchsten Anforderungen an eine mechanische Uhr stellen soll. Die Firma löste sich damit vom Genfer Siegel, das weiter besteht und seit 1886 den hohen Standard von Uhren aus diesem Kanton sichert. Ein wesentlicher Unterschied ist, dass das neue Prüfverfahren für die Uhr im fertigen Zustand gilt. Nach der alten Regelung des Genfer Siegels können auch separate Werke ein Zertifikat erhalten.

Patek Philippe – Uhren mit hohem Prestige als Wertanlage

In Genf ist Patek Philippe der älteste und letzte unabhängige Uhrenhersteller in Familienhand. Die klassisch gestalteten Zeitmesser sind meist aus Edelmetallen wie Gold und Platin gefertigt und genießen ein hohes Prestige. Ihr Ansehen und ihre Wertbeständigkeit machen sie einer ausgezeichneten Geldanlage. Uhrenliebhaber krönen ihre Sammlung mit einer Patek Philippe. Die Uhr eignet sich auch für den Alltagsgebrauch derer, die gerne zeigen, was sie haben.
Weitere Information finden Sie hier: www.patek.com