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IWC Fliegeruhr Doppelchronograph IW377801 D-Papiere IWC Fliegeruhr Doppelchronograph IW377801 D-Papiere Sofort verfügbar 7.390  DE 163 2013

Fliegeruhren: Funktionalität für höchste Ansprüche

Fliegeruhren sind präzise Instrumente und modische Accessoires zugleich. Ursprünglich für Piloten entworfen, entwickelten sich die Zeitmesser zu einem der beliebtesten Uhrentypen. Zu den bekanntesten Herstellern gehören Breitling und IWC.

Top 5 Highlights von Fliegeruhren

  • Bekannte Hersteller: IWC, Breitling, Tutima, Fortis
  • IWC Mark XI mit typischem Fliegeruhren-Design
  • Günstige Fliegeruhren gibt es für weniger als 1.000 EUR
  • Breitling Navitimer mit Chronographen-Funktion und Rechenschieber
  • Cartier Santos gilt als erste Armband-Fliegeruhr

Im Cockpit mit Fliegeruhren

Fliegeruhren sind eng mit der Luftfahrt verbunden. Das betrifft die Geschichte und die Funktionalität dieser speziellen Uhren. Viele Fliegeruhren besitzen zum Beispiel eine Chronographen-Funktion zum Stoppen von Zeitspannen. Der Begriff Fliegeruhr ist kein einheitlich definierter. Manche verstehen darunter einen Zeitmesser in einem bestimmten Design. Für sie sind schwarze Zifferblätter mit weißen Indexen oder Zahlen sowie große Zeiger die Merkmale einer Uhr für Piloten. Ein anderer definiert bestimmte Eigenschaften, welche diese Armbanduhren kennzeichnen. Hierzu gehören eine gute Ablesbarkeit bei Tag und Nacht oder eine gewisse Schlag- sowie Stoßsicherheit.
Ein einheitlicher Standard für Fliegeruhren, wie es ihn bei Taucheruhren mit der internationalen Norm ISO 6425 (DIN 8306) gibt, existierte viele Jahre lang nicht. Dies änderte sich 2016 mit der Einführung der DIN-Norm 8330, die auf dem „Technischen Standard Fliegeruhren“ (TESTAF) basiert. Laut der DIN 8330 ist eine zertifizierte Fliegeruhr dazu in der Lage, die für ein Flugzeug vorgeschriebenen Zeitmessvorrichtungen zu ersetzen. Außerdem ist es mit einer Fliegeruhr möglich, die für einen Flug notwendigen, zeitabhängigen Flugmanöver zu planen und durchzuführen. Das deutsche Unternehmen Sinn war der erste Uhrenhersteller mit solchen Zeitmessern im Programm.
Zu den bekanntesten Herstellern von Fliegeruhren gehören die Schweizer Manufakturen Breitling und IWC. Vor allem das Design der IWC Mark XI ist weltweit bekannt und vielfach kopiert. Die Uhr ist schlicht, hat ein schwarzes Zifferblatt, große Ziffern und Indexe sowie eine dreieckige Markierung auf der 12-Uhr-Position. IWC lieferte das Modell mit Handaufzugswerk an zahlreiche Luftstreitkräfte.
Zu den berühmtesten Zeitmessern von Breitling gehört die Navitimer. Neben der Chronographen-Funktion besitzt der Zeitmesser eine Drehlünette mit Rechenschieber. Mithilfe dieses Mechanismus‘ lassen sich unter anderem Geschwindigkeiten, Entfernungen und der Treibstoffverbrauch berechnen. Auch das Umrechnen von Einheiten ist mit dem Rechenschieber möglich.

Tipps für den Kauf von Fliegeruhren

Wenn Sie eine Fliegeruhr kaufen möchten, können Sie zwischen unterschiedlichsten Modellen von verschiedenen Herstellern auswählen. Das Angebot ist derart groß, dass für jedes Budget ein passendes Modell vorhanden ist. Günstige Uhren gibt es bereits für weniger als 1.000 EUR. Diese stammen zum Beispiel von Breitling. Die Breitling Aerospace hat die markentypischen Lünettenreiter bei 3, 6, 9 und 12 Uhr. In ihrem Inneren gibt ein hochpräzises Quarzwerk den Takt vor. Gebraucht gibt es die Multifunktionsuhr für rund 800 EUR. Auch die Breitling Chronomat gibt es als getragenes Exemplar bereits zu Preisen unterhalb von 1.000 EUR.
Zwischen 1.000 EUR und 2.500 EUR finden Sie zahlreiche gebrauchte Breitling-Uhren. Auch Fliegeruhren des französischen Herstellers Bell & Ross gibt es in diesem Preissegment. Bereits getragene Flieger-Chronographen von IWC kosten ca. 2.000 EUR. Modelle mit drei Zeigern gibt es für weniger als 2.000 EUR. IWC-Chronographen in sehr gutem Zustand liegen bei etwa 2.500 EUR.
Das Modell 857 UTC von Sinn gibt es mit oder ohne TESTAF-Zertifikat. Beim Preis liegen beide Varianten in etwa gleich auf. Für ein neuwertiges Exemplar müssen Sie rund 1.900 EUR einplanen. Den Chronographen Sinn 103 Ti TESTAF bekommen Sie ungetragen ab 2.300 EUR. Neuwertige Exemplare mit Zeitstopp- und GMT-Funktion kosten ca. 2.800 EUR.
In der Kategorie bis 10.000 EUR finden Sie die GMT-Master von Rolex. Die Genfer Uhrenmanufaktur entwickelte die GMT-Uhr Mitte der 1950er-Jahre speziell für die Anforderungen von Verkehrspiloten. Die amerikanische Fluggesellschaft Pan American World Airways (Pan Am) nutzte die GMT-Master als offizielle Dienstuhr.

Die Geschichte der Fliegeruhr

Die Cartier Santos gilt als eine der ersten Fliegeruhren der Welt. Louis Cartier entwickelte die Armbanduhr mit quadratischem Gehäuse im Jahr 1904 für den brasilianischen Flugpionier Alberto Santos Dumont. Zwei Jahre später führte Dumont den ersten öffentlichen Flug mit einem motorisierten Flugzeug durch. Während seiner Flüge trug der Pilot seine Santos am Handgelenk. So konnte er beide Hände am Steuerknüppel lassen und gleichzeitig die Uhrzeit im Auge behalten.
Die Wurzeln heutiger Fliegeruhren liegen bei den Taschenuhren, genauer gesagt bei den Beobachtungsuhren der Hochseeschifffahrt. Sammler nennen diese genauen Zeitmesser B-Uhren, in England heißen sie Deck Watches und in Frankreich erhielten sie den Namen chronomètre de bord. Jede Bezeichnung meint den gleichen Uhren-Typus: tragbare Taschenuhren als Ergänzung zum Schiffs-Chronometer. Das Schiffs-Chronometer war fest verankert und an drei Achsen beweglich gelagert. So blieb das Zifferblatt bei starkem Wellengang immer oben. In dieser Lage war das Schiffs-Chronometer reguliert. Seefahrer benötigten dieses hochpräzise Chronometer zur exakten Bestimmung ihrer Position. Bei langen Seereisen waren sekundengenaue Uhren unerlässlich für die Navigation.
Die Offiziere an Bord stellten ihre B-Uhren nach dem Schiffs-Chronometer. Dann gingen sie aufs Peildeck hinaus und bestimmten mithilfe des Sextanten die Position des Schiffes. Eine B-Uhr besaß ein sehr genaues Uhrwerk, war aber wegen der größeren Temperaturschwankungen und der verschiedenen Lagen nicht so präzise wie das Schiffs-Chronometer.
Als die ersten Piloten Anfang des 20. Jahrhunderts Zeitmesser benötigten, nutzten sie B-Uhren der Marine. An das Gehäuse der Beochbachtungsuhren löteten sie Bügel, durch die sie dicke Lederbänder hindurchzogen. So modifiziert konnten sie die B-Uhren um den Oberschenkel oder über der Kombi um den Arm tragen. Kennzeichen dieser Fliegeruhren waren große Kronen. Damit war das Stellen der Uhren auch mit Handschuhen möglich.
Wenig später erhielten die ehemaligen B-Uhren ihr typisches Fliegeruhren-Design. Ein schwarzes Zifferblatt mit gelben Ziffern setzte sich als Kennzeichen dieser Zeitmesser durch. Als Leuchtmasse kam Anfang des 20. Jahrhunderts noch radioaktives Radium zum Einsatz. Heute nutzen Hersteller nachleuchtendes Superluminova, das nicht radioaktiv strahlt. Der Vorteil der schwarzen Zifferblätter liegt auf der Hand: sie blenden nicht und sind während der Dämmerung und der Nacht gut ablesbar.
Schon damals besaßen die meisten Fliegeruhren einen Sekundenstopp. Das ermöglichte ein sekundengenaues Stellen der Uhr, was für eine genaue Navigation unerlässlich ist. Zu den wichtigsten deutschen Herstellern dieses Uhrentypus gehörte die Glashütter Firma A. Lange & Söhne. Der Hersteller lieferte während des Zweiten Weltkrieges die Pilotenuhren ausschließlich ans Militär. Deshalb sind diese Militäruhren heute sehr selten. Ebenfalls rar sind deutsche Fliegerchronographen. Hersteller wie Tutima oder Junghans produzierten die Armbanduhren mit Stoppfunktion. Die Werke kamen ursprünglich aus Glashütte. Insgesamt gibt es nur 300 bis 400 Exemplare aus 1930er- und 1940er-Jahren. Mittlerweile befinden sich diese Vintage-Uhren beim Preis jenseits von 30.000 EUR.

Historische Highlights von Fliegeruhren

  • Ursprünge liegen bei maritimen Beobachtungsuhren (B-Uhren)
  • B-Uhren mit Bügeln und Lederriemen waren die ersten Fliegeruhren
  • Erste Armband-Fliegeruhr war die Cartier Santos
  • A. Lange & Söhne war einer der wichtigsten Hersteller deutscher Fliegeruhren

Die Kult-Fliegeruhr – IWC Mark XI

Ein Fliegeruhren-Klassiker ist die IWC Mark XI. Der Schweizer Hersteller IWC fertigte die Uhr ab Ende der 1940er-Jahre. Die Mark XI war eine verkleinerte Version der Mark X. Etwa 30 Jahre lang lieferte IWC die Mark XI an zahlreiche Luftwaffen der Welt. Die schlichte Uhr hatte ein Handaufzugskaliber und besaß keine Stoppfunktion. Deshalb war sie vergleichsweise günstig und für rund 350 Schweizer Franken zu haben. Mittlerweile liegen die Preise zwischen 5.000 EUR und 9.000 EUR. Kennzeichen der Uhr war ein schwarzes Zifferblatt mit hellen Leuchtziffern und einem Dreieck auf der 12-Uhr-Position. Noch heute fertigen Hersteller wie Fortis Fliegeruhren in diesem schlichten Design.

Neuer Fliegeruhren-Standard – DIN 8330

Seit Anfang 2016 gibt es eine offizielle Norm für Fliegeruhren: die „DIN 8330: Zeitmesstechnik – Fliegeruhren“. Der Uhrenhersteller Sinn Spezialuhren stieß den Prozess zur Entwicklung der Norm an. Das Deutsche Institut für Normung (DIN) beschloss im Sommer 2013, die neue Fliegeruhren-Norm zu entwickeln. Diese basiert auf dem „Technischen Standard Fliegeruhren“ (TESTAF) und orientiert sich an den Herausforderungen der modernen Luftfahrt. Der Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen und Sinn Spezialuhren entwickelten den TESTAF im Jahr 2012. Laut DIN 8330 muss eine Armband-Fliegeruhr dazu in der Lage sein, die Zeitmessgeräte des Fluggerätes vollumfänglich zu ersetzen. Außerdem muss sie mit den Bordinstrumenten des Fluggerätes kompatibel sein, sie darf keine Gefahr für Fluggerät und Piloten darstellen und sie muss den physikalischen Belastungen des Flugbetriebes standhalten.
Die DIN 8330 unterscheidet nach Sichtflugregeln (VFR) und Instrumentenflugregeln (IFR). Der Unterschied besteht darin, dass zertifizierte Uhren nach IFR eine Stoppfunktion benötigen. Sie sind also Chronographen. Uhren nach VFR besitzen eine 12-Stunden- sowie eine 60-Minuten-Anzeige. Der zentrale Sekundenzeiger muss über eine Stoppvorrichtung verfügen. Außerdem verlangt die DIN-Norm nach einer beidseitig drehbaren Lünette mit minutengenauer Markierung und Minutenrastung. Das Zifferblatt und der Hintergrund der Skala müssen mattschwarz sein. Der Durchmesser des Zifferblattes darf nicht weniger als 27 mm betragen. Da eine Fliegeruhr bei Tag und Nacht gut ablesbar sein sollte, müssen laut DIN-Norm alle Stundenindizes, das Orientierungsdreieck auf der Drehlünette, der Stunden-, der Minuten- und der Sekundenzeiger mit Leuchtmasse belegt sein. Diese muss mindestens drei Stunden lang nachleuchten.
Die DIN 8330 schreibt weiterhin vor, dass Fliegeruhren und deren Bedienelemente zwischen minus 15 °C und plus 55 °C voll funktionsfähig sein müssen. Hinzu kommt ein Stoßtest, der den freien Fall aus 1 m Höhe auf einen Hartholzboden simuliert. Die Prüfung auf Wasserdichtheit erfolgt nach der DIN 8310. Außerdem durchlaufen die Uhren weitere Prüfungen, die das Gangverhalten, die Bandbefestigungen, den Widerstand gegenüber Magnetfeldern und viele weitere Tests umfassen. Am Ende der Zertifizierung darf die Fliegeruhr in ihrer Funktionsfähigkeit nicht beeinträchtigt sein. Äußere Beschädigungen sind ebenfalls nicht gestattet.